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Weltwasserkonferenz in Kopenhagen

Kategorie:
Thema:
Autor: Franziska Betz

Weltwasserkonferenz in Kopenhagen
Foto: Pixabay/Julian Hacker

14. September 2022 | Vertreterinnen und Vertreter der Wasserwirtschaft aus aller Welt treffen sich in dieser Woche in Kopenhagen zur Weltwasserkonferenz der International Water Association.

Der Kopenhagener Kongress bietet Einblicke in die Art und Weise, wie bahnbrechende Wissenschaft, technologische Innovation und führende Praktiken das zukünftige Wassermanagement prägen können. Der Schwerpunkt liegt auf das Thema “Wasser für smarte lebenswerte Städte”, Besucher erhalten Einblicke in die neueste Forschung von Wasserexperten und Entscheidungsträgern aus mehr als 70 Ländern.

Auch der BDEW ist dort vertreten. Hierzu erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser:

„Die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Trockenperioden und Starkregenereignisse stellen die Wasserwirtschaft weltweit vor neue Herausforderungen. Es ist daher wichtig, international zusammenzuarbeiten und über den eigenen Tellerrand zu blicken, wie andere Länder mit diesen Herausforderungen umgehen. Von regenarmen Ländern wie Israel können wir zum Beispiel lernen, wie in trockeneren Gebieten Landwirtschaft betrieben werden kann, etwa mit der Tröpfchenbewässerung. Die Weltwasserkonferenz ist ein wichtiges Forum für diesen Austausch.

Infrastruktur weiter ausbauen

Um die Trinkwasserversorgung in Deutschland auch mit Blick auf zunehmende Trockenperioden in Zukunft flächendeckend zu gewährleisten, muss in einigen Regionen die Infrastruktur gestärkt und ausgebaut werden. Diese kommt bei stark steigender Trinkwassernachfrage an heißen Sommertagen an einigen Orten an ihre Grenzen. Zudem ist es dringend erforderlich, der öffentlichen Trinkwasserversorgung einen Vorrang bei der Trinkwassernutzung einzuräumen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch muss bei der Nutzung von Trinkwasserressourcen immer an erster Stelle stehen. Sie ist Teil der Daseinsvorsorge.

Um die Grundwasserneubildung zu sichern, braucht es außerdem ein neues Regenwassermanagement und die Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Anforderungen bei der städtebaulichen Planung. Im Vordergrund muss dabei stehen, den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbessern, die Flächenversiegelung zu stoppen und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Durch die Anlage von Flutrinnen, Retentionsräumen oder durch multifunktionale Flächennutzung können die Auswirkungen von Starkregenereignissen im urbanen Raum wesentlich abgemildert werden.

Gerade mit Blick auf Hitzeperioden wird es immer wichtiger, die Grundwasserqualität zu sichern. Verschmutzungen, zum Beispiel durch Arzneimittelrückstände oder Nitrateinträge sollten dringend verringert werden. Die EU-Nitratrichtlinie muss deshalb endlich vollumfänglich in deutsches Recht umgesetzt werden. Je weniger Wasserressourcen verschmutzt werden, desto mehr Grundwasser und Oberflächenwasser steht zur Verfügung.“

Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Website.

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