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Wassernetz Berlin: zivilgesellschaftliches Netzwerk für den Gewässerschutz

25.01.2023 Am 20. Januar 2023 fand die Auftaktveranstaltung zur Gründung von Wassernetz Berlin statt. Damit setzen sich die BerlinerLandesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), BUND, GRÜNE LIGA Berlin, Museum für Naturkunde Berlin, NABU Berlin und a tip:tap beispiellose Ziele, um die dringende Verbesserung der Wasserläufe, Seen und des Grundwassers in der Stadt voranzubringen.

von | 25.01.23

25.Januar 2023। Am vergangenen Freitag fand die Auftaktveranstaltung zur Gründung von Wassernetz Berlin statt. Damit setzen sich die BerlinerLandesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), BUND, GRÜNE LIGA Berlin, Museum für Naturkunde Berlin, NABU Berlin und a tip:tap beispiellose Ziele, um die dringende Verbesserung der Wasserläufe, Seen und des Grundwassers in der Stadt voranzubringen.

Antwort auf die zunehmende Wasser- und Biodiversitätskrise

Alle untersuchten Fließ- und Stillgewässer sind verbaut, verunreinigt oder trocknen aus. Über 50 % von ihnen weisen einen ökologisch unbefriedigenden bis schlechten Zustand auf.

„Wir haben unsere Kräfte gebündelt, damit der Gewässerschutz in Berlin Priorität erhält und sichtbare Fortschritte sich stadtweit einstellen,“ sagt Manfred Schubert, Geschäftsführer der BLN, die das Projekt trägt.

Zusammenarbeit mit Bürger:innen

„Dank der engen verbändeübergreifenden Zusammenarbeit kann das Wassernetz in allen Bezirken und an mehr als 40 Gewässern aktiv sein, um ökologische Verbesserungen und Mitmachangebote zu fördern. Wichtige Impulse werden die öffentlichen Dialoge an den Ufern setzen“, erläutert Andrea Gerbode, Vorstandsmitglied des BUND Berlin, der die Vernetzung initiierte.

Sandra Kolberg, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlin, kündigte an, dass das Netzwerk in Kooperation mit den zuständigen Behörden an mindestens 19 Gewässern selbst Hand anlegen und dabei Bürger:innen einbeziehen wolle, z.B. um Ufergehölze zu pflanzen, Röhrichte zu entwickeln oder gepflasterte Flächen zu entsiegeln. Zu den Aktionsorten gehören beispielsweise der Heidekrampgraben, der Königsee, die Große Krampe oder der Grundwasserteich.

Und Juliana Schlaberg, Naturschutzreferentin des NABU Landesverbandes Berlin, möchte unter Einbeziehung lokaler Unterstützer:innen, die das Netzwerk gewinnen will, die einzelnen Aktionsgewässer im Blick behalten. Dabei könnten Interessierte auch bei Wasseruntersuchungen mitwirken.

Darüber hinaus leistet das Wassernetz Aufklärungsarbeit und organisiert landesweite Workshops zu Schwerpunktthemen wie Landschaftswasserhaushalt, Wasserqualität oder Biotopverbund. Flankierend wird das Netzwerk sich auch politisch einbringen, damit auf allen Ebenen die erforderlichen Entscheidungen und Maßnahmen getroffen werden.

Dem Wasser zu seinem Recht verhelfen

„Die europäische Wasserrahmenrichtlinie ist ein starkes Recht für unsere blauen Lebensadern. Die Einhaltung der Umweltziele ist längst überfällig. So muss in Berlin auch deutlich mehr in die Reinhaltung investiert werden, um unsere natürlichen Trinkwasserressourcen und Wälder zu schützen“; informiert Samuel Höller, Geschäftsführer von a tip:tap e.V.

Berlin als Blaupause für Deutschland

Dr. Thomas Schäfer vom Global Nature Fund bezeichnet die Berliner Initiative als Blaupause für vergleichbare Initiativen in ganz Deutschland. Denn Gewässerschutz sei natürlicher Klimaschutz.

Das Wassernetz wird von der Lotto-Stiftung Berlin gefördert. Es ist aus der Wassernetz-Initiative mit dem Projekt „Aktionsnetz Kleingewässer“ hervorgegangen, welches 2022 erste Positivbeispiele zur Aufwertung von Wasserläufen und Seen gesetzt hat.

Die neue Projektwebseite informiert fortan über alle Aktivitäten: wassernetz-berlin.de.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Das Logo des neugegründeten Netzwerks Wassernetz Berlin

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