Klimaanpassung steht nach Angaben der Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ angesichts von Hitze, Dürreperioden, Starkregen und Überschwemmungen zunehmend im Fokus. Das Netzwerk fordert, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe nach Artikel 91a des Grundgesetzes zu verankern. Ziel ist eine langfristig gesicherte Finanzierung von Präventions-, Anpassungs- und Investitionsmaßnahmen durch Bund, Länder und Kommunen.
Klimaanpassung und wasserbewusste Stadtentwicklung
Nach Angaben der Allianz belasten Hitze, Dürreperioden, Starkregen und Überschwemmungen die Menschen in Städten und Gemeinden zunehmend. Grün-blaue Infrastrukturen mit Grün- und Wasserflächen sowie entsiegelten Bereichen tragen nach Darstellung des Netzwerks dazu bei, Städte auch bei zunehmender Hitze funktionsfähig zu halten. Sie schützen die Gesundheit der Bevölkerung, sichern die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten, senken Folgekosten und erhöhen die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte.
Langfristige Finanzierung gefordert
Nach Angaben der Allianz ist der klimaangepasste und wasserbewusste Umbau von Städten und Gemeinden notwendig und mit Kosten verbunden. Während wasserwirtschaftliche Anlagen über Gebühren finanziert werden, hängen Klimaanpassungsmaßnahmen wie das Anlegen und Unterhalten von Stadtgrün von der allgemeinen kommunalen Haushaltslage ab. Die Allianz fordert deshalb eine langfristig gesicherte Finanzierung. Kurzfristige Förderprogramme und zeitlich begrenzte Mittelbereitstellungen seien dafür nicht ausreichend.
Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung
Die Allianz fordert, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe nach Artikel 91a des Grundgesetzes zu verankern. Nach ihrer Auffassung würde dies Bund, Ländern und Kommunen ermöglichen, dauerhaft gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und die Klimaanpassung rechtlich abgesichert, strategisch abgestimmt und langfristig finanziert umzusetzen.
Allianz für wasserbewusste Stadtentwicklung
Die Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ ist ein von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) initiiertes und koordiniertes Netzwerk von Verbänden und Institutionen verschiedener Fachdisziplinen. Sie setzt sich für eine bundesweite Umsetzung wasserbewusster Stadtentwicklung ein und fördert die Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Freiraumentwicklung, Straßenplanung, Wissenschaft, Praxis und Entscheidungsträgern.
Zur gwf WA-Ausgabe 6 mit Schwerpunkt „Schwammstadt“ Weitere Informationen zur wasserbewussten StadtQuelle: DVGW









