Das Fahrzeug Modell „elephant e-power“ gehört dem Flensburger Unternehmens FFG Umwelttechnik wird dem Verband für den Testlauf zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeugübergabe auf dem Gelände der Kläranlage Oldenburg statt: Christoph Kraft, Abteilungsleiter Service und Instandhaltung beim OOWV, Andy Schmidt, zuständiger OOWV-Sachgebietsleiter, die beiden OOWV-Spülwagenfahrer Ingo Wichmann und Mario Trevino sowie Stefan Geiger, Gebietsverkaufsleiter bei FFG Umwelttechnik waren vor Ort.
„Das Fahrzeug basiert auf einem Volvo FM electric, das serienmäßig mit einem elektrischem Nebenantrieb für die Pumpentechnik ausgestattet wird“, erklärt Stefan Geiger.
Mehrere technische Besonderheiten machen den Einsatz für den OOWV interessant: Eine 360-Grad-Kamera unterstützt beim Rangieren in engen Straßen und erhöht so die Sicherheit sowohl für die Mitarbeitenden als auch andere Verkehrsteilnehmer. Der Multifunktionsausleger hat mit sechs Metern die doppelte Reichweite der aktuell beim OOWV im Einsatz befindlichen Modelle und kann um 220 Grad geschwenkt werden – ein entscheidender Vorteil in dicht bebauten Innenstadtbereichen. Dank Wasserrückgewinnungssystem lässt sich aufbereitetes Wasser wiederverwenden, wodurch der Ressourcenverbrauch deutlich reduziert wird und der Tank seltener neu befüllt werden muss, was die Effizienz der Einsätze steigert.
Bei den ersten Fahrten stellten die beiden Spülwagenfahrer Ingo Wichmann und Mario Trevino sofort Unterschiede fest: „Die 360-Grad-Kamera hilft enorm beim Einparken“, berichtete Ingo Wichmann. Sein Kollege ergänzte: „Besonders der sechs Meter lange Ausleger hat uns beeindruckt. Damit konnten wir selbst in engen Straßen problemlos über parkende Autos hinweg arbeiten.“

OOWV-Spülwagenfahrer Mario Trevino (l.) und Ingo Wichmann haben die
Gelegenheit, das vollelektrische Spülfahrzeug im Stadtgebiet Oldenburg ausgiebig zu testen. Bild: Ole Plugge/OOWV
Die zentrale Fragestellung des Tests sei aber: Kann Elektromobilität in einem so energieintensiven Bereich wie der Kanalreinigung zuverlässig eingesetzt werden? Technisch bringt das Fahrzeug dafür alles mit: In der Praxis reicht eine Akkuladung für einen kompletten Arbeitstag im Stadtgebiet während bei Großkanälen etwa sechs Stunden Betrieb möglich sind.
„Wir müssen uns entscheiden, ob wir bei fossilen Brennstoffen bleiben oder insbesondere im städtischen Bereich künftig auf elektrische Antriebe setz“, bringt es Christoph Kraft, Abteilungsleiter Service und Instandhaltung beim OOWV, auf den Punkt. „Für uns geht es dabei nicht ausschließlich um modernere Technik, auch wollen wir unserer Verantwortung bei der Erreichung der Klimaziele gerecht werden.“
Der für den Einsatz der Spülfahrzeuge verantwortliche OOWV-Sachgebietsleiter, Andy Schmidt, sieht gute Chancen, dass der Verband zukünftig eigene Elektromodelle im Fuhrpark hat: Bei positivem Testergebnis bestünden „gute Aussichten“ darauf, Teile der „bis zu 20 Jahre alten Flotte durch moderne Elektroversionen“ zu ersetzen.
(Quelle: OOWV)










