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Schwammstadt-Projekt für Nachhaltigkeit

Auf über drei Hektar Fläche wurde im Volkspark Jungfernheide in Berlin Biokohle aus Gehölzschnitt eingearbeitet, um den Wasserhaushalt zu verbessern und langfristig etwa 70 t Kohlenstoff im Boden zu binden. Die Sanierungsmaßnahmen setzen neue Maßstäbe im nachhaltigen Stadtmanagement.

von | 11.07.24

Auf 3000 Quadratmeter Wiese wurde in der Jungfernheide Pflanzenkohle ausgebracht.
Quelle: Pixabay
Schwammstadt

 

Beliebter Erholungsraum und seine Herausforderungen

Egal ob zum Spazieren, Klettern, Spielen, Baden oder Hundeausführen: Der Volkspark Jungfernheide erfreut sich großer Beliebtheit im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Neben den dicht besiedelten Wohngebieten der Siemensstadt und der Paul-Hertz-Siedlung dient er als zentraler Naherholungsraum und zieht Erholungssuchende aus der ganzen Stadt an. Doch die hohe Besucherzahl hinterlässt Spuren.

Deshalb hat der Fachbereich Grünflächen des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf in den letzten zwei Jahren gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit der großen Wiese zu stärken und ihr durch eine „Frischzellenkur“ neues Leben einzuhauchen. Die Sanierungsmaßnahmen lockerten den verdichteten Boden auf, verbesserten den Wasser- und Nährstoffhaushalt und machten die Wiese widerstandsfähiger gegen Belastungen. Der Einsatz von Pflanzenkohle in der Jungfernheide ist eines von mehreren Schwammstadtprojekten des Bezirksamts im vergangenen Jahr.

Das Projekt „Pflanzenkohle als Schwamm – Ein Feldversuch im Volkspark Jungfernheide“ des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf wurde am Donnerstag, den 4. Juli 2024, im Rahmen des Wettbewerbs „Regenial! Ihr Schwammprojekt für unsere Schwammhauptstadt“ der Berliner Regenwasseragentur als zukunftsweisendes Vorhaben ausgezeichnet.

Biokohle und standortangepasste Vegetation für nachhaltige Bodenverbesserung

Auf über drei Hektar Fläche im Volkspark Jungfernheide wurde Biokohle aus Gehölzschnitt eingearbeitet, um den Wasserhaushalt zu verbessern und langfristig etwa 70 Tonnen Kohlenstoff im Boden zu binden. Die biologische Beimpfung der Biokohle mit Pilzen fördert den Austausch von Wasser und Nährstoffen zwischen den Rasenpflanzen und der Kohle. Zudem kommen standortangepasste Gräser und Rasenkräuter zum Einsatz, die an die Bedingungen in Berlin, wie Sand und Trockenheit, angepasst sind. Diese Maßnahmen ermöglichen eine nachhaltige Pflege ohne künstliche Bewässerung und Düngung.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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