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Stadtentwässerung Stuttgart startet Kooperation zur Phosphor-Rückgewinnung

Die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) kooperiert künftig mit der Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS), um Phosphor aus Klärschlammasche zurückzugewinnen. Damit möchte die SES bereits vor Inkrafttreten der gesetzlichen Rückgewinnungspflicht ab 2029 ressourcenschonend und umweltbewusst handeln.

von | 26.11.25

v.l.n.r.: Martin Braunersreuther (Geschäftsführer Phosphorgewinnung Schkopau), Dr. Christian Kabbe (Geschäftsführer EMG EasyMining Germany), Jürgen Mutz (Amtsleiter Tiefbauamt mit Eigenbetrieb Stadtentwässerung SES), Stephen Kemper (Bereichsleitung Stadtentwässerung im Tiefbauamt Karlsruhe)
Foto: Michael Fuchs, Rechte: Stadtentwässerung Stuttgart

Mit der Vertragsunterzeichnung am 5. November beginnt eine gemeinsame Initiative von SES, dem Tiefbauamt Karlsruhe und der PGS GmbH. Ziel ist es, jährlich rund 1.500 Tonnen Klärschlammasche – 1.050 Tonnen aus Stuttgart und 450 Tonnen aus Karlsruhe – nach Schkopau zu liefern. Dort wird die Ash2Phos Anlage ab 2027 unter Praxisbedingungen betrieben, um Phosphor in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

PGS Geschäftsführer Martin Braunersreuther hebt die freiwillige Teilnahme der Städte hervor, die frühzeitig auf hochwertige Rückgewinnung setzen. Auch Vertreter der SES und der Stadt Karlsruhe betonen die Bedeutung der Kooperation für Kreislaufwirtschaft und technologische Weiterentwicklung.

Phosphor-Rückgewinnung ab 2029 Pflicht

Phosphor ist ein lebenswichtiger, nicht erneuerbarer Rohstoff, der sich im Klärschlamm anreichert. Nach der Verbrennung verbleibt er in der Asche. Mit speziellen Verfahren kann er wiedergewonnen und erneut genutzt werden. Die Ash2Phos Anlage in Schkopau soll als weltweit erste Anlage ihrer Art jährlich bis zu 30.000 Tonnen Klärschlammasche verarbeiten. Entwickelt hat sie EasyMining, ein Unternehmen, das sich eigenen Angaben zufolge „der Schließung von Nährstoffkreisläufen verschrieben hat“. Für den Betrieb ist die PGS GmbH verantwortlich.

Ab 2029 schreibt die Bundesregierung die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche verbindlich vor. Da Phosphor auf der EU-Liste kritischer Rohstoffe steht und Deutschland von Importen abhängig ist, gilt die Kooperation als wichtiger Beitrag zu mehr Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit.

Die SES betreibt die Abwasserentsorgung im gesamten Stuttgarter Einzugsgebiet, einschließlich umliegender Städte, und unterhält vier Klärwerke sowie eine zentrale Klärschlammverbrennungsanlage in Mühlhausen.

 


 

(Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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