Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Schneeflocken: Filigrane Schönheit und Lebensspender

Schneeflocken verzaubern nicht nur durch ihre Schönheit – sie sind essenziell für den Wasserkreislauf und den Schutz unserer Natur.

von | 27.12.24

Schnee ist wichtig für die Wasserversorgung. Und dafür setzt sich diese Delegation aus dem Landesarbeitskreis Wasser ein. Von links Christoph Becker, Birgit Lutzer, Kurt Eggeling, Monika Raschke und Angelika Horster.
Quelle:BUND

Am 18. Dezember feierten Schneebegeisterte den „Ehrentag der Schneeflocke“ – eine Hommage an die filigrane Schönheit des Schnees. Doch Schneeflocken sind weit mehr als nur romantische Winterboten.

Schnee: Mehr als nur Winterzauber – ein unverzichtbarer Umweltschützer

Kurt Eggeling, Sprecher des BUND-Landesarbeitskreises Wasser NRW, betont: „Sie spielen eine essenzielle Rolle im Wasserhaushalt unserer Umwelt. Denn sie beeinflussen die Wasserversorgung und die Lebenszyklen vieler Ökosysteme.“

Schnee ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch lebenswichtig für Pflanzen und Böden. Die isolierende Wirkung des Schnees schützt tiefer liegende Erdschichten vor extremer Kälte. Blumenzwiebeln und Wurzeln überstehen den Winter dank der geringen Wärmeleitfähigkeit der Schneedecke oft schadlos.

Monika Raschke erklärt: „Ohne diesen natürlichen Schutzschild könnten Fröste tiefer in die Erde dringen und Pflanzen schädigen.“

Gleichzeitig verhindere Schnee, dass der Boden durch frühe Sonnenstrahlen erwärmt werde und Pflanzen zu früh keimten – ein Problem, das besonders in schneearmen Wintern häufig auftritt.

Schnee als Schlüsselressource im Wasserkreislauf

Schnee spielt zudem eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf. In den Bergen und höher gelegenen Regionen speichert die Schneedecke über den Winter große Mengen Wasser. Dieses Wasser fließt im Frühjahr langsam ab, speist Flüsse und Seen, versickert und füllt Grundwasservorräte wieder auf. Besonders in schneearmen Wintern, die durch den Klimawandel immer häufiger werden, fehlen diese wichtigen Wasserressourcen. Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Rückgang schneereicher Winter spürbar.

„Ohne Schnee fehlen der schützende Mantel für die Natur und das Schmelzwasser, das den Wasserkreislauf im Frühjahr unterstützt“, sagt Birgit Lutzer.

Eine ungleichmäßige Verteilung von Wasser über das Jahr sei eine Herausforderung für die Natur und auch für die Infrastruktur.

Schnee ist außerdem ein natürlicher Speicher für Feuchtigkeit in landwirtschaftlichen Böden. Ohne ihn fehlt den Pflanzen im Frühjahr oft die dringend benötigte Feuchtigkeit, was das Wachstum beeinträchtigt. 2024 war laut dem Deutschen Wetterdienst das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die steigenden Temperaturen führen immer öfter zu unkontrollierbaren Wetterextremen. Nach Auffassung der über 30 Mitglieder des BUND-Landesarbeitskreises Wasser bleibt Schnee ein Symbol für die fragile Beziehung zwischen Klima, Wasser und Leben. Während er viel Bewunderung erntet, ist er entscheidend für die Wasserversorgung, die Natur und das Gleichgewicht unserer Umwelt.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

Die Wasserversorgung steht längst mitten im digitalen Umbruch – doch je stärker Systeme, Daten und Prozesse vernetzt werden, desto größer werden auch die Angriffsflächen. Dr.-Ing. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, spricht im Interview über Cyberbedrohungen, Datensouveränität, die Rolle von KI als Entscheidungshilfe und die Frage, wie sich Versorgungssicherheit in einer zunehmend fragilen Welt realistisch organisieren lässt.

mehr lesen
Der Wassertwist
Der Wassertwist

Forschende der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut und der Freien Universität Berlin machen die Anordnung von Wassermolekülen an der Grenzfläche von flüssigem Wasser zu Luft sichtbar. Ihre Erkenntnisse helfen die Chemie an der Grenzfläche besser zu verstehen, die maßgeblich durch die spezifische Anordnung der Wassermoleküle bestimmt wird. Die Studie zeigt, dass besonders ein bisher vernachlässigter Parameter von grundlegender Bedeutung ist: der Wasser-Twistwinkel.

mehr lesen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen

Ein Berliner Forschungsteam untersuchte Wasser- und Sedimentproben aus mehreren Gewässern sowie einer Kläranlage. In städtischen Proben fanden sie besonders viele Antibiotikaresistenz-Gene; am stärksten belastet waren Zu- und Abflüsse des Klärwerks. Resistente Keime traten jedoch auch in ländlichen Seen auf.

mehr lesen
Das war die IFAT 2026!
Das war die IFAT 2026!

Rund 142.000 Besucherinnen und Besucher aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie etwa 3.400 Aussteller aus gut 60 Ländern kamen vom 4. bis 7. Mai nach München. Auf 300.000 Quadratmetern standen Lösungen für Wasser, Abwasser, Recycling und Circularity im Mittelpunkt.

mehr lesen
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser

Mikroplastik schwebt in der Luft, treibt in den Ozeanen und befindet sich sogar im Trinkwasser. Die Kunststoffteilchen sind kleiner als fünf Millimeter, kaum abbaubar und gelten als gefährlich für die Umwelt und menschliche Gesundheit. Zu den Hauptquellen von Mikroplastik gehört der Abrieb von Reifen, der auf Straßen zurückbleibt und vom Regen in die Kanalisation und schließlich in die Gewässer gespült wird. Eine Idee, um dieses Problem zu lösen, hat das Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03