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OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat 2025 insgesamt 165 Millionen Euro in die Wasserver- und Abwasserinfrastruktur investiert – mehr als im Vorjahr. Mit dem Ausbau von Wasserwerken, Leitungen und Kläranlagen reagiert der Verband auf den steigenden Wasserbedarf, den Klimawandel und wachsende Anforderungen an eine sichere Versorgung.

von | 08.07.26

Verbandsvorsteher Sven Ambrosy (links) und Geschäftsführer Karsten Specht blickten auf das Wirtschaftsjahr 2025 zurück und stellten den neuen Geschäftsbericht vor.
Quelle: OOWV/ Ole Plugge

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat seine Investitionen in die Infrastruktur erneut erhöht. Im vergangenen Jahr flossen 107 Millionen Euro in die Wasserversorgung und weitere 58 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigung. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am Dienstag beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies einer weiteren leichten Steigerung.

Klimawandel, steigender Wasserbedarf und höhere Anforderungen an die kritische Infrastruktur prägen die Arbeit des OOWV zunehmend.

„Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Netze, Anlagen und Werke konsequent weiterentwickeln und auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten“, sagte Verbandsvorsteher Sven Ambrosy. „Mit diesen Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen und Unternehmen im Nordwesten auch künftig auf eine sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung vertrauen können.“

OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht verwies auf die langfristige Entwicklung: „Die Investitionen in die Wasserversorgung haben sich seit 2018 nahezu verfünffacht. Das zeigt, wie konsequent wir den Ausbau und die Modernisierung unserer Infrastruktur in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben.“

Anhaltend hoher Wasserbedarf

Wie notwendig dieser Kurs ist, zeigt der anhaltend hohe Wasserbedarf. Die Trinkwasserabgabe lag 2025 bei 84,8 Millionen Kubikmetern – 1,1 Millionen Kubikmeter mehr als im Vorjahr und 4,3 Millionen Kubikmeter mehr als 2023.

Zu den größten Projekten zählt der Neubau des Wasserwerks Marienhafe im Landkreis Aurich. Das moderne Wasserwerk befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden und soll die Trinkwasserversorgung in der Region langfristig sichern sowie flexibler auf künftige Anforderungen reagieren. Ein weiteres Schlüsselprojekt ist die Wassertransportleitung von Sandelermöns im Landkreis Friesland nach Diekmannshausen in der Wesermarsch. Sie soll künftig zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Wassermengen innerhalb des Versorgungsnetzes zu verteilen und damit insbesondere in Trockenzeiten die Versorgungssicherheit weiter erhöhen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigte sich erst in der vergangenen Woche. Am 26. Juni gaben die 13 OOWV-Wasserwerke innerhalb von 24 Stunden 320.163 Kubikmeter Trinkwasser ab. An einem gewöhnlichen Tag liegt die Abgabemenge zwischen 220.000 und 230.000 Kubikmetern. Darüber hinaus zählt die Brauchwasseranlage Nordenham in der Wesermarsch zu den zentralen Bausteinen der Wasserstrategie des OOWV. Ziel ist es, Industrieunternehmen verstärkt mit Brauchwasser zu versorgen und so wertvolle Trinkwasserressourcen zu schonen. Weitere Investitionen flossen unter anderem in das Speicherpumpwerk Kneheim sowie in zahlreiche Projekte zur Modernisierung und Erneuerung der bestehenden Infrastruktur.

Kläranlagen werden modernisiert und erweitert

Auch im Bereich der Abwasserbeseitigung setzte der OOWV zahlreiche Ausbau- und Modernisierungsprojekte um. Auf der Kläranlage Oldenburg wurde die Modernisierung und Erweiterung der Schlammbehandlung fortgeführt. Gleichzeitig wird die energetische Eigenversorgung des Standorts ausgebaut. Mit einem neuen Faulturm und der Erneuerung weiterer technischer Anlagen schafft der Verband die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an die Abwasserreinigung und Klärschlammverwertung langfristig gerecht zu werden. Die Anlage übernimmt dabei eine zentrale Rolle für die Klärschlammbehandlung im Verbandsgebiet und bildet einen wichtigen Baustein für die künftige Klärschlammverwertung über die Monoverbrennungsanlage KENOW in Bremen, die der OOWV gemeinsam mit Partnern realisiert hat.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Kläranlagen Lindern im Landkreis Cloppenburg und Esens im Landkreis Wittmund. In Lindern wird die Abwasserreinigung umfassend modernisiert, um einen langfristig sicheren und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. In Esens erweitert der OOWV die Kapazität der Anlage, um dem regionalen Wachstum und den saisonal stark schwankenden Abwassermengen gerecht zu werden. Zusätzlich setzte der Verband weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Eigenversorgung seiner Anlagen um.

„Die Anforderungen an die Abwasserbeseitigung nehmen kontinuierlich zu – sei es durch neue gesetzliche Vorgaben, den Klimawandel oder steigende Erwartungen an den Gewässer- und Umweltschutz“, sagte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. „Unsere Investitionen dienen deshalb nicht nur dem Erhalt bestehender Anlagen. Sie erhöhen die Entsorgungssicherheit, stärken die Resilienz unserer Infrastruktur und schaffen die Voraussetzungen dafür, auch künftig verlässlich handeln zu können.“

Die Verbandsversammlung entlastete Vorstand und Geschäftsführung einstimmig für das Wirtschaftsjahr 2025.

Zum OOWV


Quelle: OOWV

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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