Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

OOWV errichtet neue Förderbrunnen in Wildeshausen

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) erweitert in Wildeshausen (südöstlich von Oldenburg) sein Brunnennetz zur Trinkwasserversorgung. In Bühren, etwa einen Kilometer südlich des bestehenden Wasserwerks, entstehen in den kommenden Jahren drei neue Förderbrunnen. Die Maßnahme soll die Versorgungssicherheit langfristig sichern und die vorhandenen Brunnen entlasten.

von | 05.12.25

OOWV-Ortstermin: (v.l): Uwe Endesfelder (Anlagenkoordinator Wasserwerk Wildeshausen), Hubertus Weißer (Regionalleiter im Landkreis Oldenburg und Landkreis Diepholz), Dirk Gellermann (Leiter Wasserwerk Wildeshausen), Yannick Wempe (Fachplaner Brunnenbau) und Christian Lippstreu (Fachplaner Brunnenbau, Projektleiter)
Bild: Heiko Poppen/OOWV

Aktuell betreibt der OOWV in der Region Wildeshausen 24 Förderbrunnen, die das örtliche Wasserwerk mit Grundwasser versorgen. Für den ersten neuen Brunnen haben inzwischen vorbereitende Arbeiten begonnen. Dabei werden sogenannte Aufschlussbohrungen durchgeführt, um sedimentologische Daten aus Tiefen zwischen 30 und 80 m zu gewinnen. Anhand dieser Bohrkerne ermitteln Fachleute die geologischen Bedingungen und legen Parameter, wie die optimale Tiefe des Brunnens und die geeignete Korngröße des Filterkieses, fest. Ziel sei es, den Brunnen technisch so abzustimmen, dass er langfristig störungsfrei betrieben werden könne.

Die Arbeiten führt das Unternehmen Hölscher Wasserbau GmbH aus Haren an der Ems durch. Die entnommenen Sedimentproben werden archiviert und wissenschaftlich ausgewertet. Der OOWV unterhält dafür am Standort Großenkneten ein eigenes Bohrkernlager.

Zeitplan und Förderleistung

Mit dem eigentlichen Bau des ersten Förderbrunnens wird im Frühjahr kommenden Jahres gerechnet. Laut OOWV soll dieser noch vor dem nächsten Sommer in Betrieb gehen und bis zu 50 Kubikmeter Grundwasser pro Stunde fördern können. Zwei weitere Brunnen in der Umgebung sind für eine Förderleistung von jeweils bis zu 100 Kubikmeter pro Stunde ausgelegt. Eine Ausweitung der Gesamtfördermenge ist laut Verband jedoch nicht vorgesehen. Stattdessen soll die Wasserentnahme künftig gleichmäßiger auf die einzelnen Brunnen verteilt werden, um deren Lebensdauer zu erhöhen.

Das Wasserwerk Wildeshausen liefert durchschnittlich 8,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr und versorgt damit vor allem Wildeshausen, das Umland sowie Teile von Bremen und Delmenhorst. Die Investitionskosten für den ersten zusätzlichen Brunnen betragen rund 550.000 Euro. Mit der Fertigstellung aller drei Brunnen rechnet der OOWV im Laufe des Jahres 2027.

Im Zuge der Baumaßnahmen entstehen zudem neue Grundwassermessstellen zur kontinuierlichen Überwachung der Wasserqualität. Nach Angaben des OOWV stellt das Projekt einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge in der Region dar.

 


 

(Quelle: OOWV)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen

Ein Berliner Forschungsteam untersuchte Wasser- und Sedimentproben aus mehreren Gewässern sowie einer Kläranlage. In städtischen Proben fanden sie besonders viele Antibiotikaresistenz-Gene; am stärksten belastet waren Zu- und Abflüsse des Klärwerks. Resistente Keime traten jedoch auch in ländlichen Seen auf.

mehr lesen
Das war die IFAT 2026!
Das war die IFAT 2026!

Rund 142.000 Besucherinnen und Besucher aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie etwa 3.400 Aussteller aus gut 60 Ländern kamen vom 4. bis 7. Mai nach München. Auf 300.000 Quadratmetern standen Lösungen für Wasser, Abwasser, Recycling und Circularity im Mittelpunkt.

mehr lesen
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser
Mit Mikroblasen gegen Mikroplastik im Niederschlagswasser

Mikroplastik schwebt in der Luft, treibt in den Ozeanen und befindet sich sogar im Trinkwasser. Die Kunststoffteilchen sind kleiner als fünf Millimeter, kaum abbaubar und gelten als gefährlich für die Umwelt und menschliche Gesundheit. Zu den Hauptquellen von Mikroplastik gehört der Abrieb von Reifen, der auf Straßen zurückbleibt und vom Regen in die Kanalisation und schließlich in die Gewässer gespült wird. Eine Idee, um dieses Problem zu lösen, hat das Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe.

mehr lesen
Neuer Atlas der Klimaextreme erschienen
Neuer Atlas der Klimaextreme erschienen

Ein neuer Atlas macht Klimaextreme in Deutschland sichtbar: Das Alfred-Wegener-Institut im Helmholtz-Verbund REKLIM veranschaulicht Extreme auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes. Der Atlas zeigt anschaulich, wie sich der Klimawandel entwickelt und welche Veränderungen bereits spürbar sind.

mehr lesen
KI-Wettermodelle unterschätzen Hitze-, Kälte- und Windrekorde
KI-Wettermodelle unterschätzen Hitze-, Kälte- und Windrekorde

Künstliche Intelligenz hat die Wettervorhersage in den vergangenen Jahren stark vorangebracht. Moderne KI-Modelle erstellen Prognosen schnell und vergleichsweise energieeffizient; bei normalen Wetterlagen erreichen sie häufig eine Genauigkeit, die mit klassischen, physikbasierten numerischen Modellen mithalten kann oder diese sogar übertrifft. Bei besonders schweren Extremereignissen, die neue Rekordwerte erreichen, zeigen KI-basierte Vorhersagen jedoch weiterhin deutliche Schwächen.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Keller & Hahn Brunnenbau GmbH

Thema: Wassergewinnung

Brunnenbau, Quellfassungen,

ETSCHEL BRUNNENSERVICE GMBH

Thema: Wassergewinnung

Home of the JET Master

pigadi GmbH

Thema: Wassergewinnung

Brunnenservice Büro Süd: +49 9264 989 098 Büro NRW +49 2041 3805

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03