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NRW legt Zukunftsstrategie „Wasser – H₂O NRW“ vor

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hat den Entwurf der „NRW-Zukunftsstrategie Wasser – H₂O NRW“ vorgelegt und die abschließende Beteiligung von Fachöffentlichkeit und Verbänden gestartet. Die Strategie basiert auf den Ergebnissen von Workshops, einer Auftaktveranstaltung und zahlreichen Fachgesprächen und bildet die Grundlage für den Entwurf der künftigen Wasserpolitik des Landes.

von | 08.01.26

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hat den Entwurf für die Grundlage für die künftige Wasserpolitik des Landes vorgestellt.
Quelle: AdobeStock/Pug

Die intensive Arbeit der vergangenen Monate trägt nun Früchte. Verschiedene Workshops, Auftaktveranstaltung und zahlreichen Fachgesprächen wurden ausgewertet, Hinweise, Anregungen und Maßnahmenvorschläge aus diesem Prozess sind in die Strategie mit eingeflossen.

Zukunftsstrategie bündelt Ziele und Maßnahmen in vier Clustern

Inhaltlich bündelt die Zukunftsstrategie ihre Ziele und Maßnahmen in vier eng miteinander verknüpften Clustern: Resilienz, Sicherheit, Gestaltung und Zusammenarbeit. Sie reagieren auf die zentralen Herausforderungen des Klima- und Strukturwandels – von Niedrigwasser und Starkregen über Hochwasser- und Daseinsvorsorge bis hin zu Energiewende, Strukturwandel und grenzüberschreitender Kooperation. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Resilienz von Gewässern und Wasserhaushalt: durch ein besseres Grundwasser- und Niedrigwassermanagement, den Schutz gesunder Böden als Wasserspeicher, blau-grüne Infrastruktur in Städten und strukturreiche Flüsse als Lebensräume. Gleichzeitig soll die Wasserqualität weiter verbessert werden, indem Schadstoffeinträge konsequent reduziert werden.

Drei Beispiele

Die Talsperren in Nordrhein-Westfalen sollen künftig nicht nur als reine Trink- oder Hochwasserspeicher genutzt werden, sondern in ein Gesamtsystem eingebunden werden, das Grundwasservorräte stabilisiert und während längerer Trockenperioden Menschen und Ökosysteme zuverlässig versorgt. Naturnahe Maßnahmen wie Auenrenaturierungen, Uferrandstreifen oder die Wiederanbindung von Überschwemmungsflächen ermöglichen es den Flüssen, bei Hochwasser mehr Wasser aufzunehmen und kontrolliert abzugeben. Gleichzeitig fördern diese Maßnahmen die biologische Vielfalt, verbessern die Wasserqualität und stabilisieren die Gewässerökologie. Neben klassischen Chemikalien rücken vor allem sogenannte Spuren- und Mikroschadstoffe in den Fokus. Besonders problematisch sind langlebige Stoffe wie PFAS („Ewigkeitschemikalien“), die sich kaum abbauen. Auch mikrobiologische Risiken wie antibiotikaresistente Keime in Kläranlagen und Gewässern werden ausdrücklich benannt. Ziel der Strategie ist es, diese Belastungen besser zu erfassen, zu reduzieren und strengere Anforderungen an Einleitungen und Behandlungstechnologien zu entwickeln.


Zur Originalpublikation

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