Nivus hat mit „Wireless Transit Time“ ein neues System zur Durchflussmessung in Flüssen und Oberflächengewässern vorgestellt. Die Lösung verzichtet auf eine Kabelverbindung durch das Gewässer, die bei herkömmlichen Laufzeitmesssystemen häufig mit hohem Installationsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die Technologie eine „drahtlose Datenübertragung, ohne dass Kabel quer durch den Fluss verlegt werden müssen“.
Funkverbindung ersetzt Kabelquerung
Während klassische Systeme häufig Kabelkanäle oder Brückenüberführungen benötigen, setzt das neue Verfahren auf eine synchronisierte Funkverbindung zwischen den beiden Ufern. Die Standardverkabelung auf jeder Uferseite bleibt dabei bestehen. Dadurch können Messstellen stärker nach hydraulischen Anforderungen ausgewählt werden und sind weniger von vorhandener Infrastruktur abhängig.
Einsatz auch an schwer zugänglichen Gewässern
Das System entspricht der Norm ISO 6416 und unterstützt bis zu 32 Messpfade für die Durchflussmessung in Echtzeit. Nach Angaben von NIVUS eignet sich die Technologie auch für breite, abgelegene oder geschützte Gewässerabschnitte, bei denen die Installation konventioneller Systeme nur eingeschränkt möglich ist.
Mögliche Anwendungsbereiche sind unter anderem der Hochwasserschutz, das Bewässerungsmanagement, die Überwachung von Wasserstraßen, die Steuerung von Wasserentnahmen sowie ökologische Monitoringaufgaben.









