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Modernes Saugefahrzeug stärkt ukrainische Abwasserinfrastruktur

Kürzlich wurde im bayerischen Altenmünster ein bedeutender Meilenstein in der Partnerschaft zwischen dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) und den ukrainischen Trink- und Abwasserversorgern erreicht.

von | 03.06.24

Übergabe des Saugfahrzeugs in Altenmünster (von links): Serhii Bashlak (Fahrer des Saugefahrzeuges), Oleksandr Sokol (Fuhrparkleiter Chernihiv), Eugen Laubhan (OOWV), Stefanie Wiedemann (Geschäftsführerin WIEDEMANN enviro tec GmbH), Ulrich Siemermann (OOWV), Philipp Hartmann (WIEDEMANN enviro tec GmbH) und Tammo Janßen (OOWV)
Quelle: 41-2024 PM OOWV PM Übernahme Saugfahrzeug Ukraine H.-H. Abels/Firma Wiedemann enviro tec GmbH

04. Juni 2024 ǀ Kürzlich wurde im bayerischen Altenmünster ein bedeutender Meilenstein in der Partnerschaft zwischen dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) und den ukrainischen Trink- und Abwasserversorgern erreicht. Dabei wurde ein hochmodernes Saugefahrzeug an den ukrainischen Wasserversorger Chernihivvodokanal übergeben, um die Abwasserinfrastruktur im Nordosten der Ukraine zu verbessern.

Die Überreichung eines modernen Saugefahrzeugs an den ukrainischen Wasserversorger Chernihivvodokanal fand im bayerischen Altenmünster statt. Dieses Fahrzeug, hergestellt von der örtlichen Firma Wiedemann enviro tec GmbH, wird dazu beitragen, dass zukünftig nur noch ein Mitarbeiter für die Reinigung der Kanäle benötigt wird.

Herausforderungen im Abwasserleitungssystem der Ukraine und neue Lösungen

Die Dringlichkeit einer Verbesserung des Abwasserleitungssystems in der Ukraine wurde während dieser Partnerschaft deutlich. Jahrelange Ansammlungen von Verstopfungen und Ablagerungen in den Kanälen erforderten einen erheblichen Aufwand seitens der ukrainischen Partner für deren Beseitigung. Die Reinigung der Kanäle ist unerlässlich, um Schäden zu reparieren und den Zustand durch Inspektionen mit Kamerawagen zu dokumentieren.

„Deswegen war es uns ein Anliegen, unseren ukrainischen Partnern effektive Lösungen für ihre tägliche Arbeit an die Hand zu geben“, betont Tammo Janßen vom OOWV. „Mit dem Saugefahrzeug können wir das Abwassernetz von Verstopfungen reinigen. Wir freuen uns, dass uns der Hersteller bei der Übergabe im Umgang mit dem Fahrzeug geschult hat“, berichtet der Ukrainer Serhii Bashlak.

Die fortschrittliche Technologie des Saugefahrzeugs ermöglicht es dem Fahrer, alle Funktionen des Fahrzeugs per kabelloser Funkfernsteuerung zu steuern. Durch die leistungsstarke und dennoch energiesparende Wiedemann-Wasserring-Vakuumpumpe arbeitet das Fahrzeug effizient und geräuscharm und kann mehr als zehn Tonnen Kanalschlamm aufnehmen. Eine kleine Hochdruckspülanlage erlaubt zudem den gleichzeitigen Einsatz für Reinigungsarbeiten. Darüber hinaus sind zahlreiche moderne Sicherheitseinrichtungen wie eine Rückfahrkamera, ein Rechtsabbieger und ein Toter-Winkel-Warner vorhanden, um die Sicherheit des Mitarbeiters während des Einsatzes zu gewährleisten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Nachhaltige Unterstützung für die Ukraine

„Das Fahrzeug ist mit Heiß- und Kaltwasser zum Händewaschen sowie einem eingebauten Schraubstock ausgestattet. Geräteschränke aus Aluminium sind gewichtssparend und bieten ausreichend Stauraum und vier LED-Arbeitsscheinwerfer leuchten das Arbeitsumfeld optimal aus“, erklärt Stefanie Wiedemann, Geschäftsführerin der Wiedermann enviro tec GmbH.

Für sie war es ein besonderes Anliegen, die Ukraine zu unterstützen. Die Initiative zur Bereitstellung des Fahrzeugs entstand durch die Ausschreibung des OOWV. Mit einem Wert von etwa 400.000 Euro wurde das Fahrzeug durch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), einer Unterorganisation des Entwicklungshilfeministeriums, finanziert.

Ulrich Siemermann, Verantwortlicher für die Kanalreinigungsfahrzeuge beim OOWV, fügt hinzu: „Die Übergabe dieses Saugefahrzeuges markiert einen bedeutsamen Fortschritt in der Zusammenarbeit zwischen dem OOWV und den ukrainischen Partnern. Sie unterstreicht das Engagement beider Seiten für eine verbesserte Abwasserinfrastruktur und trägt dazu bei, die Lebensqualität der Menschen in der Ukraine nachhaltig zu verbessern.

Seit zwei Jahren arbeiten der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und die ukrainischen Wasserversorger erfolgreich zusammen, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Pilotprojekt, das am 30. Juni endet, wird nahtlos bis zum 30. Juni 2026 fortgesetzt. In der zweiten Phase der Partnerschaft, an der Wasserversorger aus Sumy, Chernihiv und dem OOWV beteiligt sind, steht der Wissensaustausch in Arbeitsgruppen im Fokus. Diese Arbeitsgruppen werden sich mit Themen wie Trinkwasserqualität, Laboruntersuchungen für Trink- und Abwasser sowie Kanalreinigung und -inspektion befassen. Während der ersten Phase lag der Schwerpunkt auf der Materialbeschaffung.

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