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Meilenstein für Digitalisierung und Cybersicherheit im Wassersektor

Das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft (KDW) feiert sein fünfjähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 2020 durch das nordrhein-westfälische Umweltministerium sowie führende Unternehmen und Verbände hat sich das KDW als zentrale Instanz für Digitalisierung und Cybersicherheit in der Wasserwirtschaft etabliert.

von | 09.09.25

Quelle: Adobestock/ Annika
KRITIS

Gemeinwohlorientiert und wissenschaftlich vernetzt

Als gemeinnützige GmbH arbeitet das KDW mit einem klaren Fokus auf das Gemeinwohl. Seine Schwerpunkte liegen in:

  • wissenschaftlicher Vernetzung und Bildung,

  • Umwelt- und Hochwasserschutz,

  • praxisnaher Unterstützung für Unternehmen der Wasserwirtschaft.

Damit stärkt die Institution die digitale Zukunftsfähigkeit und Resilienz des Sektors, der als elementare Säule der Daseinsvorsorge gilt.

Von Workshops zum Lagezentrum: Die Entwicklung des KDW

In den ersten Jahren unter der Leitung von Dr. Ulrike Düwel etablierte das KDW Formate wie Webinare, Workshops und Fachveranstaltungen. So entstand schnell ein Kompetenznetzwerk für Wissenstransfer und branchenspezifische Digitalisierung in NRW.

Mit dem Geschäftsführungswechsel im Mai 2023 übernahm Ronald Derler die Leitung und setzte eine strategische Neuausrichtung durch: Digitalisierungslösungen und Cybersicherheit rückten ins Zentrum.

Ein bedeutender Schritt war das Projekt CyberSec@Wasser, das 2024 im bundesweit ersten Lagezentrum für Cybersicherheit in der Wasserwirtschaft mündete. Dieses Security Operations Center (SOC) unterstützt seitdem Unternehmen aller Größenklassen – von großen Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) bis hin zu kommunalen Betrieben – beim Schutz ihrer IT- und OT-Systeme.

Cybersicherheit für die kritische Infrastruktur Wasser

Das Lagezentrum CyberSec@Wasser, offiziell eröffnet am 23. September 2024, bietet nicht nur 24/7-Sicherheitsüberwachung, sondern auch:

  • Unterstützung bei der Abwehr von Cyberangriffen,

  • Begleitung bei der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (z. B. NIS-2-Richtlinie),

  • Schulungsangebote zur Cybersicherheits-Sensibilisierung,

  • Koordination mit zuständigen Behörden.

Errichtet mit Unterstützung des Landes NRW sowie Partnern wie Emschergenossenschaft/Lippeverband, Gelsenwasser AG und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, arbeitet das Lagezentrum nach dem Prinzip „aus der Branche, für die Branche“.

Ein wachsendes Fundament für die Zukunft

Der Aufsichtsrat, seit Mai 2025 unter dem Vorsitz von Dr. Frank Obenaus, begleitet die Entwicklung des KDW eng. Obenaus betont, dass das Zentrum mit Fachlichkeit, Kooperation und Gemeinwohlorientierung auf zentrale Herausforderungen der Wasserwirtschaft reagiert – vom Klimawandel und Hochwasserschutz über den Fachkräftemangel bis hin zu steigenden Anforderungen an Digitalisierung und IT-Sicherheit.

„Das höchste Gut der Daseinsvorsorge – Wasser – verdient den besten Schutz“, unterstreicht Geschäftsführer Ronald Derler. „Wir werden auch künftig die Wasserwirtschaft mit fachlicher Tiefe, sicherheitsrelevanter Infrastruktur und starken Netzwerken unterstützen.“

Impulsgeber im Wandel der Wasserwirtschaft

Nach fünf Jahren hat sich das Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft von einer Vernetzungsplattform zu einem akteursstarken Partner mit operativer Verantwortung entwickelt. Mit den Schwerpunkten Digitalisierung, Klimaanpassung und Cybersicherheit positioniert sich das KDW als treibende Kraft, um die deutsche Wasserwirtschaft widerstandsfähig und nachhaltig in die digitale Zukunft zu führen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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