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Klärwerk Erlangen nimmt neue Anlage zur Klärschlammtrocknung in Betrieb

Am 26. April fand auf dem Klärwerk Erlangen die Inbetriebnahme der neuen Anlage zur Klärschlammtrocknung statt. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber und Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, waren bei der Inbetriebnahme dabei.

von | 02.05.23

v.l.n.r.: Georg Huber (Huber SE), Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, Georg Heinzelmann und Torben Schultze (Huber SE)
Bild HUBER KA

2. Mai 2023 ǀ Am 26. April fand auf dem Klärwerk Erlangen die Inbetriebnahme der neuen Anlage zur Klärschlammtrocknung statt. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber und Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, waren bei der Inbetriebnahme dabei.

Das Klärwerk Erlangen hat eine neue Anlage zur Klärschlammtrocknung in Betrieb genommen. In dem Bandtrockner BT 16 des Unternehmens Huber werden künftig ca. 15.700 t/a Klärschlamm auf ≥ 90 % Trockenrückstand (TR) getrocknet. Die im Klärwerk zu verwertende Menge an Klärschlamm wird so um rund 70 % reduziert. Insbesondere durch wegfallende LKW-Transporte können jährlich ca. 1.200 t CO2 eingespart werden. Im Fall einer nachfolgenden thermischen Behandlung des getrockneten Klärschlamms können zudem knapp 920.000 m³ Erdgas pro Jahr eingespart werden.

Gewässerschutz und Energiewende vereinen

„Das Klärwerk Erlangen zählt zu den modernsten Klärwerken Europas“, sagte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber in seiner Rede vor der offiziellen Inbetriebnahme: „Es ist ein Vorzeigeprojekt und steht für höchste Ingenieurskunst. Das moderne Klärwerk vereint Gewässerschutz mit den Herausforderungen von Energiewende und Klimaschutz. Die neue Trocknungsanlage ist High-Tech pur. Weniger Klärschlamm bedeutet weniger LKW-Transporte. Das führt zu weniger CO2 und weniger Lärm. Das Klärwerk Erlangen zeigt vorbildlich: Nur wer investiert, bleibt an der Spitze.“

Getrockneter Klärschlamm wird regional verwertet

Der getrocknete Klärschlamm kann darüber hinaus als Ersatzbrennstoff regional verwertet werden, weil sein Heizwert vergleichbar mit dem von Braunkohle ist. Bereits seit 2019 ist das Klärwerk energieautark: die ausschließlich regenerative Energieerzeugung liegt deutlich über dem Energiebedarf der Kläranlage. Auch der neue Bandtrockner kann so CO2-neutral betrieben werden. Der thermische Energiebedarf der Trocknungsanlage wird zu 100 % regenerativ aus der Kraftwärmekopplung des Klärwerks sowie aus einer Kombination von Photovoltaik-Anlagen und der Wärmerückgewinnung unter Einsatz von Hochtemperaturwärmepumpen sichergestellt.

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Projekts enthalten ist der Bandtrockner BT 16 sowie die gesamte sogenannte „Peripherie“, bestehend unter anderem aus einer Huber Trogförderschnecke Ro8 T, sieben Schlammförderern und einer Dickschlammpumpe. Außerdem enthalten ist die Abluftbehandlung, je zwei Biofilter und Kamine, das Chemikalienhandling inkl. Annahme-Befüllschränke, vier Chemielagertanks, sechs Dosierschränke und Doppelrohrleitungen, der Stahl- und Rohrleitungsbau, ein Winkelbecherwerk und die Steuerung.

Rund 100 Millionen Euro investiert

Die Stadt Erlangen investiert in die Zukunftsfähigkeit ihres Klärwerks einen hohen finanziellen Betrag: in den letzten 20 Jahren ca. 100 Millionen Euro. Bereits 2012 war der Stadt für das Klärwerk im Rahmen des Abwasser-Innovationspreises des Bayerischen Umweltministeriums ein Sonderpreis für zukunftsweisende Konzepte verliehen worden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

(Huber SE)

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