Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

IWA Leading Edge Conference 2024: Zukunft der Abwassertechnologie

Die Leading Edge Conference für Wasser- und Abwassertechnologien (#iwaLET) verspricht vom 24. bis 28. Juni 2024 in Essen spannende Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Branche.

von | 27.05.24

In Essen versammelt sich auf dem Gelände der Zeche Zollverein die Fachwelt der Wasser- und Abwassertechnologien.
Quelle: Pixabay/Conzendo

27. Mai 2024 ǀ Die Leading Edge Conference für Wasser- und Abwassertechnologien (#iwaLET) verspricht vom 24. bis 28. Juni 2024 in Essen spannende Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Branche.

Vom 24. bis 28. Juni 2024 versammelt sich auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen die Fachwelt der Wasser- und Abwassertechnologien zur Leading Edge Conference (#iwaLET). Die Anmeldung für dieses bedeutende Event ist über https://iwa-let.org/ zugänglich. Inmitten der Konferenz erwarten die Teilnehmer fesselnde Präsentationen, die die jüngsten Entwicklungen in der Abwassertechnik und Wasserpolitik beleuchten. Insbesondere werden Themen wie die „Vierte Reinigungsstufe“ und die „Kommunalabwasserrichtlinie“ im Fokus stehen.

Die unsichtbare Bedrohung: Mikroschadstoffe in unseren Gewässern

Die paradoxen Auswirkungen menschlicher Heilmittel auf die Wasserlebewesen werden immer deutlicher. Was Menschen als Linderung empfinden, kann für die aquatische Umwelt zur Gefahr werden. Die Rückstände von Medikamenten in Abwässern – sei es durch den Urin oder abgewaschene Salben – gelangen in Flüsse und bedrohen die Lebewesen. Diese Mikroschadstoffe, deren Langzeitwirkung auf den Menschen noch nicht vollständig erforscht ist, zeigen jedoch bereits heute ihre schädlichen Folgen für die Gewässerökologie.

Ausbau der vierten Reinigungsstufe zur Rettung der Emscher

Im Rahmen des umfassenden Emscher-Umbauprojekts hat die Emschergenossenschaft in einem Zeitraum von 30 Jahren über 430 Kilometer unterirdische Abwasserkanäle sowie vier moderne Kläranlagen errichtet, darunter die Kläranlage Dortmund-Deusen. Das Ziel, die Emscher nach über 170 Jahren des „Köttelbecken“-Daseins vollständig von Abwasser zu befreien, wurde Ende 2021 erfolgreich erreicht. Als neuer Schritt zur Verbesserung der Wasserqualität folgt nun der Ausbau der vierten Reinigungsstufe.

„In Trockenzeiten stammen bis zu 90 Prozent des Emscher-Wassers in Deusen aus der dortigen Kläranlage. Deshalb ist hier der Ausbau die ökologisch sinnvollste Lösung und eine wichtige Investition in den Lebensraum Emscher, von der Mensch und Umwelt profitieren“, erklärt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Derzeit erweitert die Emschergenossenschaft die Kläranlage in Dortmund-Deusen um eine Pulveraktivkohlefiltration mit vorgeschalteter Belüftung und nachgeschaltetem Tuchfilter. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das erste Quartal 2025 geplant. Durch den Einsatz der vierten Reinigungsstufe zur Klärung schädlicher Spurenstoffe im Wasser werden nicht nur positive Auswirkungen auf Flora und Fauna in der Emscher in Dortmund-Deusen erwartet. Vielmehr bietet dies der Natur entlang des gesamten weiteren Verlaufs des Flusses eine größere Chance, sich ökologisch weiterzuentwickeln, so Dr. Frank Obenaus, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft.

Die neue Kommunalabwasserrichtlinie

Die Kosten für die Implementierung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen sind beträchtlich, sowohl während des Bauprozesses als auch im späteren Betrieb. Eine Lösung bietet die neue Kommunalabwasserrichtlinie, die kürzlich vom Europäischen Parlament bestätigt wurde. Diese Richtlinie, die nach der Europawahl noch vom neugewählten Parlament und dem Europäischen Rat endgültig verabschiedet werden muss, zielt nicht nur auf eine Energieautarkie der Abwasserwirtschaft bis 2045 und neue Standards für das Regenwassermanagement ab. Sie beinhaltet auch eine erweiterte Herstellerverantwortung zur Eliminierung von Spurenstoffen im Abwasser. Konkret bedeutet dies, dass Unternehmen in der Kosmetik- und Pharmaindustrie, deren Produkte zur Verschmutzung von Gewässern beitragen, an den Kosten für die Abwasserreinigung beteiligt werden müssen. Die Tatsache, dass diese Richtlinie die Abwassergebührenzahlenden entlastet und die eigentlichen Verursacher in die Verantwortung nimmt, erscheint aus Sicht der Wasserwirtschaft als logischer Schritt.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

GEOMAR startet Ostsee-Expeditionen zur Erforschung von Seegras und Phytoplankton
GEOMAR startet Ostsee-Expeditionen zur Erforschung von Seegras und Phytoplankton

Mit drei Forschungsexpeditionen in der Ostsee untersucht das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel den Zustand von Seegraswiesen und Phytoplankton. Im Mittelpunkt stehen deren Bedeutung für den Kohlenstoffkreislauf sowie ihre Rolle als Indikatoren für den ökologischen Zustand des Meeres. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen und wirksame Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen für die Ostsee zu entwickeln.

mehr lesen
Wie Klimamuster die Widerstandskraft von Korallenriffen beeinflussen
Wie Klimamuster die Widerstandskraft von Korallenriffen beeinflussen

Korallenriffe werden bei marinen Hitzewellen nicht immer gleich gut durch natürliches kühles Tiefenwasser geschützt. Eine neue Studie zeigt, dass großräumige Klimamuster wie El Niño und der Indische-Ozean-Dipol maßgeblich bestimmen, wie wirksam diese natürliche Kühlung ausfällt. Die Erkenntnisse könnten helfen, besonders widerstandsfähige Riffe künftig gezielter zu schützen.

mehr lesen
Wenn die Heimat im Giftsee versinkt
Wenn die Heimat im Giftsee versinkt

Wo einst Häuser, Wiesen und Höfe standen, breitet sich heute ein orangefarbener See aus. Seine auffällige Farbe ist das Ergebnis jahrzehntelangen Kupferbergbaus und er steigt Jahr für Jahr weiter an. Mit seinem Dokumentarfilm „where we used to sleep“ macht Regisseur Matthäus Wörle diese Entwicklung am Schicksal einer der letzten Bewohnerinnen des Dorfes sichtbar. Im Gespräch erzählt er von den Dreharbeiten, der Umweltproblematik vor Ort und davon, warum persönliche Geschichten oft mehr bewegen als bloße Zahlen.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Weber-Ingenieure GmbH

Themen: Abwasserbehandlung | Netze

Abwasserbehandlung, Baumanagement, Infrastruktur und Stadtentwässerung, Ingenieurbau, Konversion und Abfall, Technische Ausrüstung, Wasserbau,

SUMA Rührtechnik GmbH

Thema: Abwasserbehandlung

Seit 1957 entwickelt und produziert SUMA Rührwerke für eine Vielzahl von Anwendungen und Branchen. Aufbauend auf unseren Wurzeln im Agrarsektor haben wir uns zu einem Anbieter von Rührtechnik für den Wasser- und Abwasserbereich, Biogas und viele weitere Industriebereiche entwickelt. In den

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03