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IFAT Munich 2026: Der Countdown läuft

Wenn sich vom 4. bis 7. Mai 2026 die internationale Umwelttechnologiebranche auf der IFAT Munich trifft, steht die Wasserwirtschaft besonders im Fokus. Die Weltleitmesse für Umwelttechnologien erwartet über 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern und präsentiert Lösungen für Wasser, Recycling und Circularity.

von | 27.04.26

Quelle: Messe München GmbH

Die Herausforderungen für Kommunen, Versorger und Industrie wachsen: Starkregen und Trockenperioden, alternde Infrastrukturen, steigende Anforderungen an Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung sowie neue regulatorische Vorgaben verlangen nach robusten, effizienten und zukunftsfähigen Systemen. Besonders im kommunalen Wassersektor rücken Themen wie PFAS, die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie, Phosphorrückgewinnung und klimaresiliente Infrastrukturen in den Mittelpunkt. Im Folgenden ein Auszug aus dem Programm der Blue Stage:

Digitalisierung/KI in der Wasser- und Abwassertechnik (Mo., 12h30-13h20) KI ist in aller Munde. Doch was kann Künstliche Intelligenz in der Wasser- und Abwassertechnik? Eine Auswahl an innovativen Lösungen und Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Verfahrenstechnik. Moderierte Vortragssession mit Beiträgen der Unternehmen Siemens AG, WILO SE, EnviroChemie GmbH.
Abwasserrichtlinie in schwierigen Zeiten – Ambitionen, Kosten und europäische Resilienz (Mo., 13h30-14h20) Die Umsetzung der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie erfolgt in schwierigen Zeiten. Das Panel bringt Expert:innen aus Politik, Versorgungsunternehmen, Industrie und Ingenieurwesen zusammen, um zu diskutieren, wie regulatorischer Druck in Fortschritt umgewandelt werden kann. Begleiten Sie uns bei diesem Realitätscheck, der die Balance zwischen Ambitionen und Erschwinglichkeit diskutiert und präsentiert, wie nachhaltige Technologien „Made in Europe“ die Reslienz in Krisenzeiten stärken können.
Innovationspanel: Ideas2Impact: Von der Idee in den Markt (Di., 13h30-14h20) Fünf Akteure aus BMFTR, Forschung, Industrie und Verbänden diskutieren, wie Forschungsergebnisse und Innovationen im Sinne der Hightech Agenda Deutschland schneller in marktfähige Produkte und Anwendungen überführt werden können – mit dem Ziel, Deutschland als führenden Standort für Zukunftstechnologien im Cleantech-Sektor zu stärken.
Water4All-Partnerschaft – Europäische Innovationen und Lösungen (Mi., 11h30-12h20) An der Partnerschaft Water4All beteiligen sich 90 Institutionen aus 32 Ländern sowie drei europäische Netzwerke. Ziel ist es, die Wasserversorgung langfristig zu sichern, indem wasserbezogene Innovationen von der Forschung vorangetrieben werden. Die Session informiert über bisherige Aktivitäten und die kommende 3. Phase der Partnerschaft.
Membrantechnologie für den Klimaschutz und die Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels (Mi., 12h30-13h20) Wasser interagiert auf vielfältige Weise mit dem Klima. Aufbereitungsprozesse verbrauchen Ressourcen, benötigen Energie oder tragen direkt zum Klimawandel bei, etwa durch die Freisetzung von Treibhausgasen. Der Einsatz von Membranen bietet das Potenzial, Anpassungsstrategien zu unterstützen und negative Auswirkungen zu minimieren.
Der wasserwirtschaftliche Datenraum: Wie datenbasierte Entscheidungen die Wasserwirtschaft transformieren (Do., 09h30-10h20) Der wasserwirtschaftliche Datenraum vernetzt Sensorik- und Klimadaten mit geologischen Modellen in einer sicheren Plattform. So werden Risiken früh erkannt, Anlagen und Netze effizienter gesteuert und datenbasierte Entscheidungen ermög-licht. Smart data worx, ein Unternehmen der AKDB und des OOWV, zeigt praxisnah, wie diese Innovation die Branche transformiert.
Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen und die Munich Finance Facility (Do., 12h30-13h20) Erfahren Sie mehr über die Initiative der Landeshauptstadt München zur Einrichtung einer Munich Finance Facility, die Investitionen in Transformationsprojekte zur Erreichung des Netto-Null-Ziels erleichtern soll – nach einem kurzen Rückblick auf die wichtigsten Erkenntnisse der Financing Climate Action Conference auf der IFAT 2026 am Vortag (06. Mai 2026).

Zur Blue Stage

Auf der IFAT Munich 2026 zeigt die Branche, wie moderne Wasserwirtschaft künftig aussehen kann: von energieeffizienten Kläranlagen über Verfahren zur Spurenstoffelimination bis hin zu digitaler Netzüberwachung, Wasserwiederverwendung und vorausschauendem Infrastrukturmanagement. Das Fachprogramm legt dabei einen starken Schwerpunkt auf nachhaltige und klimaangepasste Wasserwirtschaft, Wasserreuse und energieeffiziente Abwasserbehandlung. Auch die Digitalisierung der Wasserwirtschaft wird in eigenen Formaten adressiert. Leitmotiv der Messe ist „Circularity is a must“.

Philipp Eisenmann, Exhibition Director IFAT Munich, erklärt dazu: „Für die Wasserwirtschaft bedeutet dies, Stoff- und Energiekreisläufe konsequenter zu schließen und Abwasser zunehmend als Ressource zu verstehen – sei es als Quelle für Energie, Nährstoffe oder wiederverwendbares Wasser.“

Ein besonderes Augenmerk gilt innovativen Ansätzen für die Praxis: Digitale Systeme ermöglichen eine präzisere Überwachung von Netzen und Anlagen, KI-gestützte Prognosen unterstützen beim Umgang mit Extremwetter, und neue Aufbereitungsverfahren helfen, Schadstoffe wirksamer aus dem Wasserkreislauf zu entfernen. Forschungseinrichtungen und Unternehmen präsentieren zudem Lösungen für die vierte Reinigungsstufe und die effiziente Entfernung von Spurenstoffen.

Geöffnet hat die IFAT an allen vier Tagen von 9 bis 18 Uhr.


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