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Hochwasserrückhaltebecken Horchheim: Arbeiten in Weilerswist nahezu abgeschlossen

Nach den verheerenden Schäden durch das Hochwasser im Juli 2021 und umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen nähert sich das Hochwasserrückhaltebecken Horchheim in Weilerswist nun der endgültigen Fertigstellung.

von | 27.06.24

Letzte Bauarbeiten am HRB Horchheim
Quelle: Erftverband

27. Juni 2024 ǀ Nach den verheerenden Schäden durch das Hochwasser im Juli 2021 und umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen nähert sich das Hochwasserrückhaltebecken Horchheim in Weilerswist nun der endgültigen Fertigstellung.

Das Hochwasser im Juli 2021 hat das Hochwasserrückhaltebecken Horchheim samt den dazugehörigen Anlagenteilen (Pegel etc.) beschädigt. Die Steuerwarte wurde geflutet und das Becken daraufhin außer Betrieb gesetzt. Der Erftverband nutzte die Behebung des Schadens zur gleichzeitigen Modernisierung der Anlage. Die vermehrten Regenfälle der letzten Monate hatten die Baustelle teils so stark vernässt, dass die Bauarbeiten pausieren mussten. In den kommenden Wochen soll die Maßnahme fertiggestellt werden.

Erhöhung der Dammkrone und Tosbeckenbau

Das 1984 erbaute Hochwasserrückhaltebecken Horchheim in Weilerswist dient dem Schutz der Ortschaften Weilerswist und Erftstadt vor Hochwasser. Bis zu 1.376.000 Kubikmeter Wasser kann hier gespeichert werden. Während des Hochwassers im Juli 2021 wurde der Damm überströmt. Kurz danach wurde der Damm im Bereich der offensichtlichen Erosionsschäden mit Hilfe von Wasserbausteinen provisorisch gestützt. Die anschließenden Standsicherheitsuntersuchungen zeigten, dass der restliche Teil des Dammes die Überströmung schadlos überstanden hat. Damit bei zukünftigen Extremereignissen Beschädigungen im Bereich des Durchlassbauwerks ausgeschlossen werden können, wurde hinter dem Damm ein deutlich größeres Tosbecken errichtet.

Quelle: Erftverband

Um den Teilbetrieb des Beckens schnellstmöglich wiederherzustellen, wurden die Arbeiten zur Instandsetzung des Dammes in zwei Bauabschnitte unterteilt: (1) Bau eines provisorischen Tosbeckens mittels Spundwänden und (2) Fertigstellung des Tosbeckens (Betonsohle) sowie Wiederherstellung des Dammes, des Pegels und der Wege. Der provisorische Notbetrieb blieb auch während der Bauarbeiten erhalten. 2022 konnte das Becken wieder für den Hochwasserrückhalt genutzt werden. Neben den notwendigen Arbeiten am Ablaufpegel, Tosbecken und in der Warte, wurde die Dammkrone im Bereich des Durchlassbauwerks der Erft im Vergleich zum Ursprungszustand erhöht. Die Baustelle wird mit dem abschließenden Wegebau in Kürze fertiggestellt.

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