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Erftverband legt Kläranlage Miel still

Der Erftverband wird die Kläranlage Swisttal-Miel außer Betrieb nehmen. Das anfallende Abwasser wird künftig über eine neue Druckrohrleitung zum Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim übergeleitet.

von | 04.09.25

Die Maßnahme ist Teil des strategischen Masterplans des Erftverbandes zur Bündelung und Optimierung der Abwasserbehandlung. Im Zuge der Überleitung wird eine rund 4,2 Kilometer lange Druckrohrleitung errichtet.
Quelle: Erftverband
Kläranlage; Baustelle

Rund 10.000 Einwohner sind derzeit an die Kläranlage Miel angeschlossen. Die Maßnahme ist Teil des strategischen Masterplans des Erftverbandes zur Bündelung und Optimierung der Abwasserbehandlung. Im Zuge der Überleitung wird eine rund 4,2 Kilometer lange Druckrohrleitung errichtet. Auf dem Gelände der Kläranlage Miel wird zudem ein neues Pumpwerk gebaut. Von dort führt die neue Leitung, der sogenannte Verbindungssammler, zum Gruppenklärwerk Flerzheim.

Verlauf der neuen Leitungstrasse

Die Druckleitung wird größtenteils im Spülbohrverfahren (HDD-Verfahren) verlegt. Die Leitung verläuft auf weiten Strecken entlang bestehender Wirtschaftswege mit befestigter Oberfläche. Die neue Trasse quert nach der Kläranlage Miel zunächst den Wallbach sowie Swistbach, später auch den Eulenbach. Sie führt weiter über den nördlichen Uferweg bis Morenhoven (Im Auel), wo erneut die Swist im Bereich der L493 überquert wird. Am südlichen Uferweg erstreckt sie sich bis zum Zielpunkt auf dem Gelände der Kläranlage Flerzheim. Dort wird sie zwischen dem Zulaufpumpwerk und der Rechenanlage eingebunden.

Technische Umsetzung und Bauablauf

Zur Umsetzung des HDD-Verfahrens werden entlang der Trasse 19 Verbindungsgruben benötigt – jeweils im Abstand von etwa 230 Metern. In diesen Gruben werden die geschweißten Rohrstränge eingezogen. Für die Bauausführung ist es notwendig, einzelne Abschnitte der begleitenden Wirtschaftswege zeitweise vollständig zu sperren. Umleitungen werden eingerichtet und entsprechend ausgeschildert, um die Erreichbarkeit der angrenzenden Flächen für Anlieger, Landwirte und Rettungsdienste jederzeit sicherzustellen. Der Erftverband bittet alle Betroffenen um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Bei günstigen Witterungsverhältnissen und planmäßigem Bauverlauf ist der Beginn der Bauarbeiten für Ende August bis Anfang September 2025 angesetzt. Die Fertigstellung der Maßnahme wird zur Jahresmitte 2026 angestrebt.

Quelle: Erftverband

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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