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Live-Monitoring für smarte Prioritäten bei Fremdwasser

Enpulse Ventures, das Venture Studio der EnBW, führt die Seed-Runde des Water-Tech-Startups Pluvion aus Freiburg an.

von | 14.01.26

Das Pluvion-Team um Phillip Grimm (vorne Mitte), stolz auf das, was es gemeinsam erreicht.
Quelle: Pluvion

Gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Kopa Ventures und MBG stellt Enpulse eine Finanzierung im siebenstelligen Bereich bereit. Das frische Kapital dient der Weiterentwicklung und Skalierung der KI-gestützten Softwareplattform WATER+ für die Wasserwirtschaft.

Live-Monitoring für smarte Prioritäten bei Fremdwasser

Pluvion entwickelt mit WATER+ eine SaaS-Plattform, die erstmals ein durchgängiges Live-Monitoring von Kanalnetzen ermöglicht und Fremdwassereinträge automatisiert erkennt, lokalisiert und prognostiziert. Diese Echtzeittransparenz ist für den laufenden Betrieb entscheidend: Sie zeigt sofort, wo Netze überlastet sind, wie Starkregenereignisse das System beeinflussen und wo Fremdwasser unbemerkt in die Infrastruktur eindringt.
Damit wird ein frühzeitiges Reagieren und Erkennen von Risiken für Infrastrukturbetreiber möglich. Intuitive Visualisierungen übersetzen komplexe Messreihen in klare Handlungsempfehlungen, sodass Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen effizient geplant und umgesetzt werden können.

„Die Modernisierung unserer Wasserinfrastruktur ist eine der unterschätzten Stellschrauben der Klimaanpassung – und sie wird ohne digitale, datengetriebene Lösungen nicht funktionieren“, sagt Florian Fichter, Geschäftsführer von Enpulse. „Pluvion zeigt, wie sich bestehende Messdaten mit KI so kombinieren lassen, dass Kommunen und Versorger Fremdwasser, Leckagen und Überlastungen frühzeitig erkennen und gegensteuern können. Das ist gut für die Netze, gut für die Kommunen und am Ende gut fürs Klima.“

Wasserwirtschaft weltweit vor Herausforderungen

Der Markt für die Digitalisierung der Wasserwirtschaft unterliegt angesichts der veralteten Abwasser- und Kanalsysteme und der zunehmenden Starkregenereignisse und Überflutungsrisiken infolge des Klimawandels einem starken Wandel. Kommunale Versorger und Betreiber stehen unter wachsendem Druck, ihre Netze resilienter und effizienter zu gestalten – bei begrenzten Budgets und personellen Ressourcen. An diesem Punkt möchte Pluvion ansetzen und anhand von Daten Investitionen gezielt dorthin lenken, wo sie den größten Effekt haben.

„Mit Enpulse gewinnen wir einen starken Partner, der unsere Vision einer digitalen, resilienten Wasserinfrastruktur teilt und tief in den Bereichen Energie und Netze verankert ist“, sagt Phillip Grimm, Gründer und CEO von Pluvion. „Gemeinsam mit unseren bestehenden Investor:innen können wir WATER+ nun schneller in die Fläche bringen, weitere Funktionen entwickeln und zusätzliche Märkte erschließen. Unser Ziel ist es, Kommunen und Versorgern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie Wasser- und Abwassersysteme effizienter, sicherer und klimafest betreiben können.“

Langfristige Vision: „App-Store der Wasserindustrie“

Langfristig verfolgt Pluvion die Vision, sich mit einer Software-Suite skalierbarer Anwendungen als eine Art „App Store der Wasserindustrie“ zu etablieren. Neben Fremdwasser-Analysen sollen weitere Module helfen, Herausforderungen wie Starkregen, Überflutungen und Emissionen ganzheitlich zu adressieren – mit dem Anspruch, die Emissionen der Wasserinfrastruktur perspektivisch auf null zu senken.
Für Enpulse fügt sich das Investment nahtlos in die strategische Ausrichtung ein, innovative Lösungen für die Energiewende und eine widerstandsfähige Infrastruktur frühzeitig zu identifizieren und zu skalieren.


Quelle: Pluvion, Enpulse

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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