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Energie und Wasser: Schlüssel für Deutschlands nachhaltige Zukunft

Nachhaltige Energie und sicheres Trinkwasser sind die Grundlage für Deutschlands Wohlstand. Der DVGW fordert klare politische Rahmenbedingungen, um die Energiewende zu meistern und die Wasserversorgung zukunftsfest zu gestalten – mit Wasserstoff, resilienter Infrastruktur und ausreichender Finanzierung.

von | 22.01.25

DVGW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gerald Linke (links) und DVGW-Vorstand Dr. Wolf Merkel beim Jahresauftakt-Pressegespräch am 13.1.2025
Quelle: DVGW/Peter Lorenz

Eine verlässliche, nachhaltige und bezahlbare Wasserversorgung ist essenziell für den wirtschaftlichen Erfolg, die Lebensqualität und die Sicherheit in Deutschland. Die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen machen umfassende Maßnahmen erforderlich, um die Wasserversorgung zukunftssicher zu gestalten. Dabei spielen Investitionen, politische Weichenstellungen und eine langfristige Strategie eine entscheidende Rolle.

Anpassung der Wasserinfrastruktur an den Klimawandel

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Wasserwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Sinkende Grundwasserstände, zunehmende Trockenheit und eine ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge erfordern dringend den Ausbau und die Modernisierung der Wasserinfrastruktur.

„Maßnahmen gegen den Klimawandel und zum Schutz der Kritischen Infrastruktur erfordern zusätzliche Finanzmittel, die die Branche nicht allein aufbringen kann“, erklärt Dr. Wolf Merkel vom DVGW.

Besonders wichtig sind vereinfachte Genehmigungsverfahren und die Entfristung von Wasserentnahmerechten. Auch die physische und digitale Sicherheit der Wasserversorgungsanlagen ist ein drängendes Thema, das bis 2025 durch klare gesetzliche Vorgaben wie IT-Sicherheitsvorschriften angegangen werden muss.

Investitionen und nachhaltiges Schadstoffmanagement

Die Wasserwirtschaft hat im Jahr 2022 etwa 3,5 Milliarden Euro investiert, doch laut einer DVGW-Umfrage wird ein Anstieg um bis zu 30 Prozent erwartet, um die Infrastruktur widerstandsfähig gegenüber künftigen Herausforderungen zu machen.

Dr. Merkel betont: „Dauerhafte Versorgungssicherheit kann nur erreicht werden, wenn der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung gestärkt wird.“

Auch der Umgang mit Schadstoffeinträgen ist entscheidend. Hierbei müssen Verursacher verstärkt in die Verantwortung genommen werden.

„Vorrangig müssen Schadstoffeinträge verhindert werden, wobei europäische Zulassungsverfahren für Produkte und Stoffe den Gewässerschutz stärker berücksichtigen sollten“, so Merkel weiter.

Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung

Um Konflikte bei der Wasserverteilung zu vermeiden, fordert der DVGW eine klare Priorisierung der öffentlichen Wasserversorgung im Wasserhaushaltsgesetz.

„Das öffentliche Interesse muss im Wasserhaushaltsgesetz klar verankert werden, um Versorgungskonflikte zu vermeiden“, erläutert Merkel.

Wasserstoff als unterstützender Faktor

Während Wasserstoff und andere Energiegase eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen, bleibt die Wasserwirtschaft ein eigenständiges Kernthema. Dennoch gibt es Verknüpfungspunkte: Die Umstellung von Kohle- auf Gaskraftwerke und der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur können dazu beitragen, die Energieversorgung umweltfreundlicher zu gestalten.

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen sind unverzichtbar für die Zukunft Deutschlands. Mit einer klugen Kombination aus Investitionen, rechtlichen Anpassungen und technologischen Innovationen kann die Wasserversorgung langfristig gesichert und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels begegnet werden.

DVGW

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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