Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
gwf - Wasser|Abwasser
Industriewasser
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasser & Abwasser
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
Hydrologie
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Emscher-Umbau: Pumpwerk Oberhausen wird eingeweiht

Kategorie:
Thema:
Autor: Finn Gidion

Emscher-Umbau: Pumpwerk Oberhausen wird eingeweiht
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet weiht Pumpwerk Oberhausen ein (Quelle: EGLV)

Es war dieser eine Moment, auf den die gesamte Region in einer gemeinsamen Kraftanstrengung 30 Jahre lang hingearbeitet hat: Die Emschergenossenschaft hat am 20. August in Oberhausen gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Deutschlands größtes Schmutzwasserpumpwerk und damit den gesamten unterirdischen Abwasserkanal Emscher in Betrieb genommen. Das Finale des Emscher-Umbaus ist somit eingeläutet – bis Ende des Jahres wird die Emscher komplett vom Abwasser befreit sein!

Infrastruktur- und Renaturierungsprojekt zeigt Pozenziale der Region

„Der Emscher-Umbau ist ein weltweit beachtetes Infrastrukturprojekt, das die enorme Leistungs- und Innovationsfähigkeit Nordrhein-Westfalens einmal mehr unter Beweis stellt. Umwelt- und Naturschutz, Städtebau und Klimafolgenanpassung gehen bei diesem Projekt Hand in Hand. Der Emscher-Umbau zeigt aber auch das enorme Potenzial auf, das im Ruhrgebiet steckt: Eine Region, die einen über 150 Jahre lang als Kloake genutzten Fluss inmitten des drittgrößten Ballungsraumes Europas von seiner Abwasserlast befreien kann, kann noch mehr. Der Abschluss dieses größten Infrastruktur- und Renaturierungsprojekts der Region ist ein Meilenstein für den langfristigen Wandel im Revier. Nordrhein-Westfalen kann auf dieses Projekt wirklich stolz sein“, sagte Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, am Freitag, 20. August 2021, in Oberhausen.

„Die Emscher als offener Schmutzwasserlauf ist bald schon Geschichte, dem zentralen Fluss im Ruhrgebiet steht eine blau-grüne Zukunft bevor. Das Generationenprojekt Emscher-Umbau endet, nicht jedoch die Transformation unserer Region – sie beginnt gerade erst! Herausforderungen gibt es genug“, sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft mit Blick auf den laut Wissenschaftlern immer schneller einsetzenden Klimawandel. Die regionale Klimafolgenanpassung, so Paetzel, müsse das nächste große Projekt nach dem Emscher-Umbau sein. „An Erkenntnissen mangelt es nicht. Ereignisse wie das Juli-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind Mahnung genug, dass es Zeit wird, nun noch entschlossener und gemeinsam zu handeln.“

Impulsgeber für die regionale Klimafolgenanpassung

Bereits in den vergangenen rund 20 Jahren hat der wasserwirtschaftliche Emscher-Umbau großen Einfluss auf die Anpassung der Region an die Folgen des Klimawandels gehabt. Bereits zu Beginn des Jahrtausends mahnte die Emschergenossenschaft einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser an. Einerseits, um Überflutungen nach Starkregenereignissen zu vermeiden – andererseits, um bereits renaturierte Gewässer in Hitzephasen vor dem Austrocknen zu bewahren. Im Fokus des Ruhrkonferenz-Projekts ‚Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft‘ stehen ganz aktuell Maßnahmen, die alle dem Ziel dienen, bis 2040 mindestens 25 Prozent der befestigten Flächen vom Kanalnetz abzukoppeln und den Verdunstungsgrad bis 2040 um zehn Prozent in der Region zu erhöhen. Damit setzt die Emschergenossenschaft fort, was bereits seit 2004 erfolgreich mit Kooperationen wie der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ sowie der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ begonnen wurde – auch hier arbeiteten das Land NRW, die Kommunen sowie die Emschergenossenschaft zusammen.

Abwasserkanal Emscher und Pumpwerk Oberhausen

Im Fokus des Emscher-Umbaus stand jedoch stets das Ziel, die Emscher komplett vom Abwasser zu befreien. Mehr als 400 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen sind dafür seit 1992 inmitten des ohnehin schon dicht bebauten Ruhrgebietes verlegt worden, vier moderne Großkläranlagen sind zudem in Dortmund, Bottrop, Duisburg und Dinslaken entstanden.

Der in Tiefenlagen von bis zu 40 Metern quer durchs zentrale Ruhrgebiet verlegte Abwasserkanal Emscher (AKE) löst den Emscher-Fluss künftig als „abwassertechnische Hauptschlagader“ der Region ab – und eine Hauptschlagader benötigt ein „Herzstück“: das Pumpwerk Oberhausen! Gemeinsam mit dem AKE wird es ab heute die Emscher zu neuem Leben erwecken. Die Inbetriebnahme der Anlage bedeutet den größten und wichtigsten Meilenstein im Zuge des Emscher-Umbaus, in den die Emschergenossenschaft über einen Zeitraum von rund 30 Jahren knapp 5,5 Milliarden Euro investiert.

Das Pumpwerk Oberhausen, das sprichwörtliche Herzstück der technischen Abwasserinfrastruktur, ist essenziel für die Flutung des AKE auf seiner gesamten Länge von 51 Kilometern zwischen Dortmund und Dinslaken – denn: Erst jetzt können nach und nach bis Ende 2021 alle Nebenkanäle aus den Emscher-Kommunen an den AKE angeschlossen werden, so dass ab Ende des Jahres kein Tropfen ungereinigtes Abwasser mehr in der Emscher fließen wird. Insgesamt sind in Deutschlands größtem Schmutzwasserpumpwerk zehn mächtige Pumpen nötig, um das Abwasser aus einer Tiefe von rund 40 Metern zu heben – mit einer Maximalleistung von 16.500 Litern pro Sekunde!

Nach dem Emscher-Umbau: Flüsse werden den Menschen zurückgegeben

Was kommt nach der Abwasserfreiheit in der Emscher und ihren Nebenläufen? Der öffentlich-rechtlichen Emschergenossenschaft war es schon immer wichtig, dass die Bevölkerung an den Umbauprojekten beteiligt wird bzw. von den Ergebnissen profitiert. Zahlreiche Mitmach-Projekte wie die vielen Blauen Klassenzimmer an der Emscher und ihren Nebenläufen sowie Beteiligungsprozesse wie bei der Renaturierung des Katernberger Bachs in Essen waren dabei erst der Anfang. Die Emschergenossenschaft arbeitet aktuell an mehreren neuen Partizipationsformaten, bei denen sich die Menschen im Emscher-Gebiet künftig noch intensiver in die Entwicklung ihrer Region einbringen können. Details dazu wird die Emschergenossenschaft im September bekanntgeben. „Erst die Pflicht, dann die Kür – mit dem Erreichen der Abwasserfreiheit in der Emscher werden wir den Menschen ihren Fluss zurückgeben“, kündigt Uli Paetzel an, „man darf bereits sehr gespannt sein. Die neue Emscher kommt!“

Das könnte Sie auch interessieren:

Guinness World Record: world’s largest water treatment plant in Egypt
Uniper prüft Wiederinbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks Happurg
Umweltorganisationen aus Polen, Tschechien und Deutschland kritisieren Ausbaupläne für die Oder

Passende Firmen zum Thema:

WEHRLE Umwelt GmbH

Themen: Industriewasser | Wasseraufbereitung | Abwasserbehandlung

Mit den drei Geschäftsbereichen Energietechnik, Umwelttechnik, Fertigung und mehreren internationalen Tochtergesellschaften und Partnern entwickelt, plant, liefert und betreibt WEHRLE Anlagen und Komponenten zur Energieerzeugung aus Verbrennungsprozessen, Klärschlammverbrennung zur

Publikationen

10. Münchner Abwassertag

10. Münchner Abwassertag

Autor: Günter Arndt
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Als Gegenstück zu den Magdeburger Abwassertagen der HACH LANGE GmbH wurde speziell für die Kunden in Süddeutschland der Abwassertag in München-Unterhaching eingeführt, der am 20. November 2014 inzwischen zum 10. Mal erfolgreich durchgeführt ...

Zum Produkt

Computersimulation von Biofilmanlagen mit feinblasiger Druck belüftung in der biologischen Abwasserbehandlung

Computersimulation von Biofilmanlagen mit feinblasiger Druck belüftung in der biologischen Abwasserbehandlung

Autor: Helmut Bulle / Andrea Straub / Wolfgang Triller
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Mithilfe der Computersimulation lassen sich in Ergänzung zu herkömmlichen statischen Auslegungsmethoden wichtige zusätzliche Informationen über den Betrieb von Anlagen zur biologischen Abwasserbehandlung gewinnen. Die verwendeten mathematischen ...

Zum Produkt

Einfluss von Güllezusatzstoffen auf die Nitrifikation bei der biologischen Abwasserbehandlung

Einfluss von Güllezusatzstoffen auf die Nitrifikation bei der biologischen Abwasserbehandlung

Autor: Laura Helmis / Steffen Krause
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2014

Für Landwirte besteht die Möglichkeit, Güllezusatzstoffe zur Ertragssteigerung auf den Feldern einzusetzen. Eine Form solcher Zusätze stellen Nitrifikationshemmstoffe dar. Sie sollen die Umwandlung von Ammonium zu Nitrit bzw. Nitrat verzögern ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.0872.perimetrik.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.0872.perimetrik.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: