Die 30. Konferenz der Vertragsparteien des COP30 fand vom 10.–22. November 2025 in Belém, Brasilien statt. Sie ging mit einem Minimalkompromiss zu Ende: Es gibt einige Fortschritte bei Klimafinanzierung und Waldschutz, aber keinen verbindlichen Fahrplan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas.
Abschlusserklärung
Die Abschlusserklärung bekräftigt zwar die Notwendigkeit, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, legt aber keinen klaren, verbindlichen Exitplan für fossile Energieträger fest. Stattdessen bleiben Formulierungen allgemein und verweisen auf bereits frühere Beschlüsse zur „Abkehr von fossilen Energien“, ohne neue, schärfere Verpflichtungen aufzunehmen.
Klimafinanzierung und Anpassung
Die Industriestaaten haben zugesagt, ihre Unterstützung für Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung deutlich zu erhöhen; die Anpassungsfinanzierung soll bis 2035 mindestens verdreifacht werden, bleibt aber in der konkreten Höhe vage. Zusätzlich wurden Signale für mehr Mittel für Waldschutz und naturbasierte Lösungen gesetzt, unter anderem für tropische Regenwälder, was insbesondere für das Amazonas-Gebiet politisch wichtig ist.
Wälder und Tropenwaldfonds
In Belém wurde ein neuer Tropenwaldfonds bzw. ein verstärkter Finanzmechanismus für den Schutz tropischer Wälder angekündigt, der Länder mit großen Waldflächen bei Erhalt und nachhaltiger Nutzung unterstützen soll. Fachleute betonen, dass die bisherigen Fortschritte bei der Verringerung der Entwaldung zwar ermutigend sind, die globalen Landnutzungs-Emissionen aber weiterhin weit von Netto-Null entfernt bleiben.
Ausblick
Viele Staaten und Beobachter werten das Ergebnis als „Zwischenschritt“: Rückschritte wurden verhindert, doch die dringend nötige Beschleunigung beim Ausstieg aus fossilen Energien und bei verbindlicher Klimafinanzierung steht weiterhin aus.
Für die kommenden Konferenzen wächst damit der Druck, konkrete Zeitpläne für Emissionsminderungen, den Fossilausstieg und verlässliche Finanzierungszusagen nachzuliefern.
Analyse der Tagesschau






