Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Berliner Wasserbetriebe: Investitionsrekord bei resilienter Versorgung und Infrastruktur

Die Berliner Wasserbetriebe präsentierten am 19. Juni auf der Jahrespressekonferenz ihre Vorjahresbilanz. 2024 stellte das Unternehmen einen Investitionsrekord auf. Dabei seien Wasser- und Abwassermengen nahezu konstant und die Gebühren stabil geblieben. Ziel des Unternehmens ist es, das regionale Wachstum voranzutreiben und sich auf zunehmende Trockenheit vorzubereiten.

von | 30.06.25

V.l.: Franziska Giffey (Aufsichtsratsvorsitzende und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Kerstin Oster (Vorständin Personal und Soziales) und Frank Bruckmann (Finanzvorstand) auf der Jahrespressekonferenz der Berliner Wasserbetriebe am 19. Juni
Berliner Wasserbetriebe / Ralf Ruehmeier
Berliner Wasserbetriebe

Im zurückliegenden Jahr investierten die Berliner Wasserbetriebe mehr als 250 Mio.Euro in den Netzausbau. Die eigenfinanzierten Investitionen lagen mit 539,1 Mio. Euro (2023: 474,2 Mio. Euro) erneut deutlich über dem Vorjahresniveau. Sie übersteigen erstmals in der Geschichte des Unternehmens die Summe von einer halben Milliarde Euro. Daran hatten Sanierung, Erneuerung und Erweiterung der inzwischen insgesamt rund 19.000 km langen Rohr- und Kanalnetze mit 251,4 Mio. Euro den Löwenanteil. Auf Platz 2 folgten 245,5 Mio. Euro für den Ausbau und die Erneuerung von Klär-, Pump- und Wasserwerken. Dabei setzt das Unternehmen wesentlich auf neue Technologien, etwa bei zusätzlichen Reinigungsstufen für die Klärwerke, bei weitergehenden Auto¬matisierungen oder bei der KI-gestützten Zustandsanalyse seiner Ver- und Entsorgungsnetze.

„Die Berliner Wasserbetriebe haben 2024 täglich fast 1,5 Mio. Euro in eine moderne Infrastruktur investiert – das sind 41 % vom Umsatz und ein Rekordwert nicht nur für unseren größten kommunalen Wasserversorger in Deutschland“, unterstricht die Aufsichtsratsvorsitzende und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey. „Mit dieser Leistung, die in den kommenden Jahren sogar noch weiter ansteigen wird, sichern die Wasserbetriebe Daseinsvorsorge für fast 4 Mio. Menschen. Dahinter steht der engagierte Einsatz von mehr als 4.800 Beschäftigten und über 260 Auszubildenden, die das Landesunternehmen vorbildlich schult, und die jeden Tag gemeinsam für eine verlässliche Wasserversorgung und gute Lebensqualität in unserer Stadt sorgen. Dafür gebührt ihnen unser Dank.“

Leichter Anstieg beim Trinkwasserverkauf

Mit 214,3 Mio. m3 (2023: 211,1 Mio. m3) liegt der Wasserverkauf auf Vorjahresniveau. Die in den Klärwerken gereinigte Abwassermenge ging minimal auf 264,7 Mio. m3 (2023: 265,1 Mio. m3) zurück. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschafteten die Berliner Wasserbetriebe bei abermals konstanten Gebühren mit 1.306,6 Mio. Euro einen gegenüber 2023 um 27,7 Mio. Euro leicht gestiegenen Umsatz. Dabei sank der Jahresüberschuss um 54,3 Mio. Euro auf 165,6 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 127,0 Mio. Euro nach 114,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Digitalcampus: die Zukunft fest im Blick

2024 beschäftigten die Berliner Wasserbetrieben 4.836 Menschen (2023: 4.751), 257 von ihnen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr neu eingestellt. Mit 263 Auszubildenden in 24 Berufen und dem neuen AQUA.Campus, einem Aus- und Weiterbildungszentrum für digitales Lernen, sichert sich das Unternehmen Nachwuchs auf dem umworbenen Markt für Fachkräfte. Die Ausbildungsquote lag bei 5,2 Prozent (2023: 5,4 Prozent). Die eigene Ausbildung mit Übernahmegarantie für mindestens ein Jahr ist dabei ein wichtiges Standbein der Personalstrategie. Bei der Nachwuchsgewinnung setzen die Wasserbetriebe u. a. auf Schulkooperationen, das eigene Einstiegsqualifizierungsprogramm „Horizonte“, auf Praktika und Aktionen wie den „Girls Day“ und „Enter Technik“.

Unternehmen setzt auf Resilienz

„Wir investieren massiv in unsere Infrastruktur und sichern den regionalen Wasserkreislauf durch weiteren Ausbau unserer Klärwerke mit zusätzlicher Reinigungstechnik, durch Unterstützung des Schwammstadt-Umbaus und durch die Erschließung neuer Ressourcen für die Trinkwasserversorgung. Damit es auch morgen noch läuft“, sagt Frank Bruckmann, Vorstand der Wasserbetriebe.

 

Weitere Informationen

 


 

(Quelle: Berliner Wasserbetriebe)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser
Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser

Nitratdünger steigert Ernten, belastet aber das Trinkwasser. Forschende der Universität des Saarlandes und der Universität Graz entwickeln nun eine Membran, die Nitrat nicht nur filtert, sondern möglichst zu harmlosem Stickstoff umwandelt.

mehr lesen
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau

Die Emschergenossenschaft treibt zentrale Projekte zur Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet weiter voran. Im Fokus stehen der Ausbau des Hochwasserschutzes sowie die ökologische Verbesserung von Gewässern wie dem Hörder Bach oder der Aspelflötte. Dafür plant der Wasserwirtschaftsverband jährliche Investitionen von rund 300 Millionen Euro. Aktuelle Maßnahmen reichen von der Sanierung der Emscher-Deiche bis hin zu umfangreichen Renaturierungsprojekten in Dortmund und Bottrop

mehr lesen
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

Die Wasserversorgung steht längst mitten im digitalen Umbruch – doch je stärker Systeme, Daten und Prozesse vernetzt werden, desto größer werden auch die Angriffsflächen. Dr.-Ing. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, spricht im Interview über Cyberbedrohungen, Datensouveränität, die Rolle von KI als Entscheidungshilfe und die Frage, wie sich Versorgungssicherheit in einer zunehmend fragilen Welt realistisch organisieren lässt.

mehr lesen
Der Wassertwist
Der Wassertwist

Forschende der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut und der Freien Universität Berlin machen die Anordnung von Wassermolekülen an der Grenzfläche von flüssigem Wasser zu Luft sichtbar. Ihre Erkenntnisse helfen die Chemie an der Grenzfläche besser zu verstehen, die maßgeblich durch die spezifische Anordnung der Wassermoleküle bestimmt wird. Die Studie zeigt, dass besonders ein bisher vernachlässigter Parameter von grundlegender Bedeutung ist: der Wasser-Twistwinkel.

mehr lesen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen
Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen

Ein Berliner Forschungsteam untersuchte Wasser- und Sedimentproben aus mehreren Gewässern sowie einer Kläranlage. In städtischen Proben fanden sie besonders viele Antibiotikaresistenz-Gene; am stärksten belastet waren Zu- und Abflüsse des Klärwerks. Resistente Keime traten jedoch auch in ländlichen Seen auf.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

VEGA Grieshaber KG

Thema: Digitalisierung

Digitalisierung und

Weber-Ingenieure GmbH

Themen: Abwasserbehandlung | Netze

Abwasserbehandlung, Baumanagement, Infrastruktur und Stadtentwässerung, Ingenieurbau, Konversion und Abfall, Technische Ausrüstung, Wasserbau,

Keller & Hahn Brunnenbau GmbH

Thema: Wassergewinnung

Brunnenbau, Quellfassungen,

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03