An der Veranstaltung nahm unter anderem Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Prof. Dr. Armin Willingmann, teil. Er würdigte das Projekt in seinem Grußwort und informierte sich bei einem Rundgang über die technische

Rappbodetalsperre (Quelle: Marc Stantien, Avacon)
Umsetzung der Modernisierung.
Die Rappbodetalsperre ist Deutschlands höchste Trinkwassertalsperre und erfüllt seit Jahrzehnten zentrale Aufgaben für die Region – von der Trinkwasserversorgung über den Hochwasserschutz bis hin zur Wasserbewirtschaftung. Mit der Modernisierung und Erweiterung des Wasserkraftwerks wurde die bestehende Infrastruktur gezielt weiterentwickelt, um zusätzliche Potenziale für die erneuerbare Energieerzeugung zu erschließen.
Im Zuge der Maßnahme wurden neben der Installation einer zweiten Turbine auch die Steuerungs- und Netztechnik umfassend erneuert. Teile der bestehenden Anlagen waren seit mehr als sechs Jahrzehnten in Betrieb. Darüber hinaus erfolgten Modernisierungen an der Netzinfrastruktur sowie langfristigen Sicherung der Bauwerksstruktur. Nach dem Baustart Anfang 2025 konnte die technische Inbetriebnahme bereits im März 2026 erfolgen.
Mit Modernisierung zur Energiewende
Mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 9,6 Gigawattstunden kann das Wasserkraftwerk künftig rechnerisch etwa 2.700 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen. Die Investitionssumme für das Projekt beträgt rund drei Millionen Euro.
„Die Modernisierung zeigt, welches Potenzial in bestehender Infrastruktur steckt. Für die Energiewende bedeutet das: Wir bauen nicht nur neu, sondern nutzen vorhandene Systeme intelligenter. Projekte wie an der Rappbodetalsperre leisten genau diesen Beitrag; sie verbinden Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und erneuerbare Erzeugung und machen die Energiewende im System wirksam“, sagte Rainer Schmittdiel, Technikvorstand der Avacon AG.
Angela Kröger, Geschäftsführerin der Avacon Natur GmbH, betonte die besondere Bedeutung des Standorts: „Die Rappbodetalsperre gilt als Jahrhundertprojekt der Wasserwirtschaft und ist ein zentraler Baustein der Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt. Mit dem Einbau der zweiten Turbine haben wir die bestehende Infrastruktur gezielt weiterentwickelt und die energetische Nutzung des vorhandenen Wasserdrucks deutlich gesteigert. Das Ergebnis zeigt, wie sich wasserwirtschaftliche Aufgaben und erneuerbare Stromerzeugung effizient und nachhaltig miteinander verbinden lassen. “
Das Wasserkraftwerk wird von Avacon Natur in Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB) und Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz (FEO) betrieben. Die erfolgreiche Umsetzung der Modernisierung unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements. Gemeinsam leisten die Partner einen Beitrag dazu, vorhandene Infrastruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln und die Energiewende in Sachsen-Anhalt praktisch weiter voranzubringen.
Quelle: Avacon







