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Aus der Katastrophe gelernt: Wie die Flut 2021 das THW verändert hat

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 markierte den größten Einsatz in der Geschichte des Technischen Hilfswerks. Fünf Jahre später zeigt sich: Die Erfahrungen aus dem monatelangen Einsatz an Ahr und Erft haben das THW nachhaltig verändert – von der Ausbildung über die Ausstattung bis hin zu neuen Einsatzmitteln.

von | 14.07.26

In der Phase der Notversorgung war neben der Elektroversorgung auch die Aufbereitung von Trinkwasser von höchster Priorität.
Quelle: THW/Steffen Assenmacher

Die ersten THW-Helferinnen und Helfer begannen bereits am 14. Juli 2021, nur wenige Stunden nachdem der Starkregen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eingesetzt hatte, Menschen aus den Fluten zu retten und Wassermassen abzupumpen. Außerdem räumten sie Treibgut und Schutt von den Straßen und stützten Bauwerke ab. Im weiteren Verlauf des Einsatzes stellten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte kurzfristig provisorische Infrastruktur bereit; darunter Strom, Trinkwasser und Behelfsbrücken. Um das breite Einsatzspektrum abzudecken, waren erstmals in der THW-Geschichte Spezialistinnen und Spezialisten aller Typen von Teileinheiten gleichzeitig im Einsatz.

Dank und Anerkennung für das Ehrenamt

In mehr als 2,7 Millionen Einsatzstunden haben insgesamt 17.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus allen damals noch 668 THW-Ortsverbänden bundesweit der Bevölkerung vor Ort geholfen. In der Spitze waren bis zu 4.000 Einsatzkräfte gleichzeitig aktiv. Einen Einsatz dieser Größe durchzuführen, war nur durch die enorme Leistung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte möglich. Im Nachgang wurden sie dafür mit der Einsatzmedaille „Fluthilfe 2021“ ausgezeichnet.

Mit Sandsäcken bereiten die Helfer:innen die Gebiete auf neuen Regen vor. Die Fluten hatten zuvor viele Befestigungen und Deiche weggespült. (Quelle: THW/Maximilian Cjrist)

Mit Sandsäcken bereiten die Helfer:innen die Gebiete auf neuen Regen vor. Die Fluten hatten zuvor viele Befestigungen und Deiche weggespült. (Quelle: THW/Maximilian Christ)

„Dank gilt auch den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern: Dass so viele THW-Einsatzkräfte über einen so langen Zeitraum im Einsatz sind, ist nur möglich, wenn sie dafür ihre berufliche Tätigkeit ruhen lassen können“, betont die THW-Präsidentin.

Zukunftsfähig durch Lehren aus dem Einsatz

Schon während des monatelangen Einsatzes begann dessen Auswertung – mit konkreten Ergebnissen: Die Einsatzbekleidung wurde weiterentwickelt, um die Einsatzkräfte bei Unwettereinsätzen besser zu schützen. Auch in der Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurden die Erfahrungen aus dem größten Einsatz der THW-Geschichte berücksichtigt. Außerdem beschaffte das THW zwölf neue, wendige Mobilkräne, die schwere Brückenbauteile und kurze Brücken im Gesamten anheben und positionieren können. In den Fuhrpark nahm das THW außerdem 66 neue geländegängige Unimogs mit Ladekran auf, die überflutete oder mit Treibgut und Schutt versperrte Wege passieren können.


Quelle: THW

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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