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And the winners are…

Die Gewinner des diesjährigen Earthshot Prize sind "re.green", "The City of Bogotá", "The High Seas Treaty", "Lagos Fashion Week" und "Friendship". Am 5. November wurden die Gewinner in Rio de Janeiro, Brasilien, verkündet.

von | 06.11.25

Der Hochsee-Vertrag ist der erste globale Rechtsrahmen für Meeresschutzgebiete auf Hoher See.
(Quelle: Pixabay/StockSnap)

Die Mission des Earthshot-Preises, 2020 von Seiner Königlichen Hoheit Prinz William ins Leben gerufen, ist einfach: Dringlichkeit + Optimismus = Handeln. Jedes Jahr identifizieren, ehrt und fördert der Preis wegweisende Klimaschutz-Pioniere in fünf Earthshots: Saubere Luft, Klimaschutz, Ozeanrevitalisierung, Abfallfreie Welt und Schutz und Wiederherstellung der Natur. Fünf Gewinner erhalten jeweils 1 Million Pfund, und alle 15 Finalisten werden mit einem globalen Netzwerk aus Förderern, Unternehmen und Gemeinschaften verbunden.

Gewinner „Revive Our Oceans“: The High Seas Treaty

Etwa zwei Drittel der Weltmeere, darunter die Hohe See und der Tiefseeboden, unterliegen keiner nationalen Gerichtsbarkeit und sind weitgehend unreguliert und ungeschützt, wodurch sie besonders anfällig für Überfischung und industrielle Aktivitäten sind.

Diese Gewässer sind das Lebenserhaltungssystem unseres Planeten. Sie ernähren Millionen von Menschen, beherbergen eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebewesen, von großen Walen bis hin zu winzigem Plankton, und tragen als riesige Kohlenstoffsenken zur Regulierung unseres Klimas bei. Was hier geschieht, prägt letztlich die Zukunft des Lebens überall auf der Welt, weshalb ihr Schutz für die Menschen und den Planeten von entscheidender Bedeutung ist.

Ohne klare Schutzmaßnahmen wird das internationale Ziel, bis 2030 30 % der Ozeane zu schützen, unerreichbar bleiben. Trotz dieser enormen Bedeutung wurden die Ozeane bis vor kurzem von niemandem wirksam geschützt.

Das Hochseeabkommen

2011 begannen visionäre Länder und zivilgesellschaftliche Gruppen erstmals damit, die Lücke beim Schutz der Meeresgebiete außerhalb nationaler Hoheitsgewässer zu schließen. Nach fast zwei Jahrzehnten der Lobbyarbeit, darunter fünf Jahre Verhandlungen, einigten sich die Regierungen im März 2023 auf einen Vertrag zum Schutz der kritischen Artenvielfalt in internationalen Gewässern und zur Erreichung des globalen Ziels, bis 2030 30 % der Ozeane unter Schutz zu stellen.

Der Hochsee-Vertrag ist der erste globale Rechtsrahmen für Meeresschutzgebiete auf Hoher See und legt klare Maßnahmen zur Verhinderung von Überfischung, zur Erhaltung des Meereslebens und zur Förderung einer fairen Beteiligung der Entwicklungsländer fest.

Hinter den Kulissen arbeitete die High Seas Alliance, ein Zusammenschluss von mehr als 70 zivilgesellschaftlichen Gruppen, unermüdlich mit Regierungen, indigenen Völkern, lokalen Gemeinschaften weltweit und Wissenschaftlern zusammen, um internationale Unterstützung zu mobilisieren.

Die Kampagne löste eine außergewöhnliche politische Dynamik aus und sicherte innerhalb von nur zwei Jahren mehr als 60 Ratifizierungen, angeführt von Vorreiterländern wie Palau. Bis heute haben über 145 Länder den Vertrag unterzeichnet und mehr als 70, darunter die Europäische Union, haben ihn ratifiziert – der formelle Prozess, durch den Staaten sich bereit erklären, rechtlich an seine Bestimmungen gebunden zu sein.

Nach der 60. Ratifizierung im September 2025 wird der Vertrag im Januar 2026 offiziell in Kraft treten und damit den Beginn einer neuen Ära im Meeresschutz einläuten.

Lernen Sie die weiteren Finalisten kennen >>

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