Nach 112 Jahren im EInsatz muss ein Eisenbahndüker in Hamm nun erneuert werden. Im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen wird das zukünftige Baufeld nun mittels Sondierungsbohrungen auf Kampfmittelfreiheit untersucht. Hierfür wird ab Montag, 25. August, der Dammweg zwischen der Münsterstraße und der Lippe-Brücke am Nienbrügger Weg (auf Höhe des Yachthafens am Datteln-Hamm-Kanal) für Spazierende und Radfahrende vollgesperrt. Eine Umleitung wird eingerichtet und ausgeschildert. Auch auf der Münsterstraße kann es bei der Ein- und Ausfahrt der Bau- und Transportfahrzeuge zu temporären Einschränkungen kommen. Der Lippeverband bittet um Verständnis.
Eine der ältesten Anlagen der Stadtentwässerung
Der Eisenbahndüker leitet Regenwasser unter dem Datteln-Hamm-Kanal hindurch in die Lippe. Das Bauwerk wurde bereits 1913 errichtet und gehört zu den ältesten Anlagen der Hammer Stadtentwässerung. Der bestehende Düker kann nicht mehr saniert werden, so dass ein neuer Düker in einer anderen Trasse gebaut werden muss. Zur Baustellenvorbereitung werden nun ab Ende August auf dem Dammabschnitt zwischen der Münsterstraße und der DB-Brücke umfangreiche Kampfmittelsondierungsarbeiten durchgeführt. Es wird mit einer Ausführungszeit von zirka zwei Monaten gerechnet. In die Sondierungsbohrungen investiert der Lippeverband rund 180.000 Euro.
Zur Andienung der späteren Großbaustelle wird die Dammkrone beginnend in 2026 zu einer Baustraße ausgebaut. Nach Fertigstellung des neuen Dükers kann diese Strecke wieder als Radweg genutzt werden – dann aber mit einer deutlich besseren und asphaltierten Oberfläche.










