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VKU startet Innovationsplattform

Kategorie:
Autor: Jonas Völker

VKU startet Innovationsplattform

In den vergangenen Monaten hatten sich auf Initiative des VKU bereits Entscheider aus der Energie-, Wasser/Abwasser-, Abfall- und Telekommunikationswirtschaft sowie CEOs verschiedener Startups der Digitalbranche in vier Metropolen getroffen. In eintägigen Design-Thinking-Workshops entwickelten sie gemeinsam digitale Geschäftsmodelle und wegweisende Dienstleistungen für kommunale Unternehmen. Ideen wie ein Lebensmittel-Lieferservice per Drohnen und Hochleistungsbatterien mit grünem Strom, wurden kreiert. Nun haben die Teilnehmer begonnen, die Konzepte schrittweise in die Tat umzusetzen. Möglich wird das durch die VKU-Innovationsplattform, einer Schnittstelle zwischen Kommunalwirtschaft und digitaler Gründer.

„Lernkurve zeigt steil nach oben“

„Mit dem Start der VKU-Innovationsplattform markieren wir nicht das Ende unserer Lernreise, sondern machen uns auf den Weg zum next level. Die Lernkurve der Kommunalwirtschaft im Bereich Digitalisierung zeigt steil nach oben“, sagt Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des VKU, und betont: „Wir haben verstanden, dass es neue Strategien, neue Arbeitsmethoden und den Mut braucht, Bewährtes in Frage zu stellen, um den aktuellen Entwicklungen nicht nur zu folgen, sondern um selbst innovative Trends zu setzen. Mit der VKU-Innovationsplattform bringen wir Akteure aus Kommunalwirtschaft sowie Startup-Szene dauerhaft zusammen und wollen damit die gesamte Branche verändern.“ Welche hohe Innovationskraft die Plattformpartner bereits entwickeln konnten, zeigen die bisherigen Geschäftskonzepte.

Partner und Unterstützer gewonnen

Vor allem zwei Ideen aus den vorangegangenen Learning Journeys waren im Vorfeld bereits am Markt getestet worden, um den späteren Geschäftserfolg auszuloten. So entwickelten die Teilnehmer für einen Lebensmittel-Lieferdienst per Drohnen ein erstes Fluggerät und simulierten bei einem Live-Test, welche Hürden bei der Konfektionierung und Auslieferung der Waren schon gemeistert wurden, und an welcher Stelle noch Klärungsbedarf besteht. Ähnlich fortgeschritten war auch das zweite Projekt, bei dem an der Entwicklung von Batterie-Packs gearbeitet wurde. Diese werden ausschließlich durch grünen Strom geladen und mittels einer Plattform zwischen privatem Erzeuger und privatem Nutzer bereit gestellt. Obwohl es hier noch kein konkretes Produkt gab, konnten durch das Verfahren des Pretotypings und die damit verbundenen öffentlichkeitswirksamen Werbemaßnahmen bereits Kaufinteressenten, Projektpartner und Unterstützer gewonnen werden. Weitere Konzepte mit einem Fokus auf Gesundheitsthemen und dem zukünftigen Leben im urbanen Raum, der Mobilität und der Abfallentsorgung wurden ebenfalls weiter entwickelt.

„Neue Trends selbst kreieren“

Koordiniert durch das VKU-Tochterunternehmen VKU Consult kann nun die Umsetzung der Geschäftsideen der Plattformpartner weiter begleitet und zur Marktreife geführt werden. „Digitalisierung ist kein (ab-)geschlossenes Projekt, sondern ein fortwährender Prozess. Nach erfolgreichen Auftakt werden wir unsere Mitgliedsunternehmen gerade jetzt noch stärker befähigen, eigene Geschäftsfelder in Frage zu stellen und zur Not auch die Disruption bewusst vorantreiben, um Neues entstehen zu lassen“, sagt Andreas Feicht, Vizepräsident des VKU, und betont: „Wir werden uns neuen Trends nicht anpassen, sondern sie selbst kreieren. Kommunalwirtschaft und Innovation sind zwei Begriffe, die in Deutschland zusammen gehören.“

Verbandstagung in Berlin

Um dieses Vorhaben konsequent umzusetzen, lädt der VKU Startups, Gründer und junge Unternehmen am 14. März 2017 erneut nach Berlin ein. Auf der VKU-Verbandstagung können sie beim ersten VKU Innovation Pitch ihre innovativen Produkte, Dienstleistungen und Prototypen rund um die Zukunftsthemen der kommunalen Energie-, Wasser-, Abfallwirtschaft und Telekommunikation einem kompetenten Fachpublikum vorstellen. Fünf im Vorfeld durch die VKU-Mitgliedsunternehmen nominierte Firmen pitchen dabei vor rund 1.000 Entscheidern der Kommunalwirtschaft. Feicht: „Innovativen Unternehmen bieten wir damit den direkten Einstieg in den riesigen Markt der Kommunalwirtschaft. Unsere Mitglieder erleben im Gegenzug den spannenden Wettbewerb der Ideen und gewinnen Kooperationspartner, die aufgrund ihrer Agilität mit enormer Geschwindigkeit neue Produkte am Markt etablieren können – eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“

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