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Umfrage: Nutzungsgewohnheiten von Trinkwasser

Menschen in Hamburg trinken bevorzug ihr Wasser aus dem Hahn. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Trinkwasserstudie von HAMBURG WASSER. Im Rahmen der repräsentativen forsaUmfrage hat der städtische Versorger die Nutzungsgewohnheiten der Hanseaten untersucht.

von | 19.08.20

"Wir freuen uns sehr, dass die Menschen in Hamburg unser Wasser so gerne trinken“, erklärt Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER. (Quelle: HAMBURG WASSER)

Leitungswasser als Durstlöscher liegt bei den Menschen in Hamburg absolut im Trend: Über 70 % der Befragten nehmen neben Kaffee und kaffeehaltigen Getränken (75 %) regelmäßig auch Leitungswasser (71 %) zu sich. Für 42 % der Befragten ist es das bevorzugte Getränk, von dem sie im Alltag am meisten trinken. Auf Platz zwei der meistgetrunkenen Getränke im Alltag liegt Mineralwasser mit 26 %. Tee, Kaffee, Saft/-schorlen oder Softgetränke liegen auf den hinteren Plätzen. Besonders beliebt ist Leitungswasser bei Jüngeren. Unter den 18- bis 29-Jährigen trinken es zu 81 % regelmäßig im Alltag, die über 60-Jährigen tun dies nur zu 64 %. Die zu sich genommene Getränkemenge verteilt sich mit zunehmendem Alter mehr auf Mineralwasser, Kaffee, Tee oder Saft/-schorlen. Kaffee und Tee sind bei Jüngeren eher unbeliebt.

Geschmack, Umwelt, Kosten

Konkret nach den Gründen befragt, warum sie gerne Wasser aus dem Hahn trinken, geben die meisten Befragten an, dass sie es praktisch und bequem finden. Zu 94 % Prozent erfährt dieser Punkt Zustimmung von den Leitungswassertrinkern. Die geringen Kosten und Umweltfreundlichkeit finden zu 81 % bzw. 68 % Zustimmung. Die Mehrheit der Befragten sieht außerdem einen Qualitätsvorteil beim Wasser aus dem Hahn: 59 % der befragten Hamburger sprechen dem Leitungswasser die höchste Qualität im Vergleich zu Mineralwasser (30 %) und Tafelwasser (5 %) zu. Auch der gute Geschmack (60 %) und der Gesundheitsaspekt (54 %) sind zwei Argumente, warum Hamburgerinnen und Hamburger so gerne Leitungswasser trinken. Gleichzeitig ist allerdings der Aspekt Geschmack mit 43 % ausschlaggebend für diejenigen, die nicht gern Leitungswasser trinken. Für 27 % der Befragten gibt es aber auch keinen bestimmten Grund, Wasser nicht aus dem Hahn zu trinken.

Niedriger Preis

Neun von zehn Hamburgern (90 %) denken, dass Leitungswasser günstiger ist als Mineralwasser. Hinsichtlich des konkreten Preises für einen Liter Leitungswasser sind die Befragten unsicher und decken mit ihren Schätzungen eine breite Spanne von weniger als einem Cent bis hin zu 10 bis 15 Cent pro Liter ab. 40 % haben keine Angaben gemacht oder wissen es nicht. Im Durchschnitt schätzen die Befragten die Kosten für einen Liter Leitungswasser auf 4,2 Cent pro Liter. Dabei kostet ein Liter Wasser aus dem Hahn in Hamburg lediglich 0,4 Cent pro Liter – inklusive Mehrwertsteuer und Abwassergebühr.

CO2-Bilanz von Trinkwasser

Eine Untersuchung der GUTcert GmbH im Februar dieses Jahres hat den gesamten Lebensweg eines Liters Trinkwasser und eines Liters stillen Mineralwasser hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen untersucht. Demnach fallen pro Liter Flaschenwasser durchschnittlich 202,74 g CO₂ an, während es für Trinkwasser lediglich 0,35 g sind. Hierzu wurden emissionsrelevante Prozessschritte von Mineral- und Leitungswasser über den gesamten Lebensweg hinweg betrachtet, bewertet und deren Emissionsfaktoren berechnet. In die Berechnung flossen unter anderem folgende Faktoren ein: von der Rohstoffgewinnung, -förderung und -aufbereitung über die Prozesse beim Abfüllen der Flaschen und ihre Reinigung sowie die Verpackung, von der Herstellung der Flaschen, über ihre Entsorgung bis zum Recycling und schließlich Transporte ins Geschäft und zum Kunden. Für den betrachteten Lebensweg von Flaschenwasser sind demnach etwa die 580-fachen Emissionen anzusetzen wie für den von Leitungswasser. Wer Leitungswasser trinkt, kann also das Klima schützen. Das schätzen auch die Befragten so ein und schreiben die Eigenschaft Umweltfreundlichkeit mit 78 % mehrheitlich dem Leitungswasser zu. Mineralwasser schätzen 17 % als umweltfreundlich ein.

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