Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Wasserverschmutzung muss bestraft werden

Die zweijährige Arbeit des Nationalen Wasserdialogs, an dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als eine Stakeholderin beteiligt war, muss nun Früchte tragen und das Verursacherprinzip durch die Bundesregierung durchgesetzt werden, fordert ver.di.

von | 15.10.20

Die Politik ist gefragt: Vor allem jetzt darf sich die Verschmutzung von Trinkwasser nicht mehr rentieren.

„Aus Sicht der rund 100.000 Beschäftigten in der deutschen Wasserwirtschaft ist der Nationale Wasserdialog erst dann ein Erfolg, wenn das im EU-Recht verankerte Verursacherprinzip in Deutschland endlich verwirklicht ist“, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. „Es ist gut, dass in vielen Punkten eine gemeinsame Sichtweise auf die Herausforderungen und nötigen Maßnahmen zum Schutz der Ressource Wasser erarbeitet werden konnte. Was fehlt, sind Konsequenzen, die sich an die Verletzung von Schutzregeln knüpfen. Wasserverschmutzung muss geahndet, die Vermeidung von Verschmutzung belohnt werden.“ Dies müsse die Bundesregierung schnellstmöglich im Rahmen der geplanten Wasserstrategie gesetzlich regeln.

Trinkwasserversorgung sicherstellen

Wasser hat zahlreiche lebensnotwendige Funktionen. Nutzungskonkurrenzen, die schon heute der Ressource hinsichtlich Menge und Qualität zusetzen, werden mit dem Klimawandel zunehmen. Hier muss vorausschauend gehandelt werden, um Daseinsvorsorge und zuallererst die Trinkwasserversorgung dauerhaft sicherzustellen. Sie sind für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Wasser essentiell – und das Menschenrecht auf Leben und Gesundheit wäre ohne die damit erst mögliche Hygiene ebenfalls nicht erfüllt.

Verschmutzungen minimieren

Die hochqualifizierten Fachkräfte in der Trinkwasserversorgung, Abwasserbehandlung, Gewässerbewirtschaftung und im Hochwasserschutz erwarten für ihre Arbeit Rückenwind von der Politik, sodass nicht dauerhaft die Fehler anderer mit hohem technischen Aufwand ausgebügelt werden müssen. Verschmutzungen von Grund- und Oberflächenwasser müssen minimiert und die Selbstreinigungskräfte der Gewässer durch anspruchsvolle und ausfinanzierte Bewirtschaftungspläne gestärkt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Praxisnah am Geschehen – 29. Anwenderforum Kleinwasserkraft
Praxisnah am Geschehen – 29. Anwenderforum Kleinwasserkraft

Das 29. Anwenderforum Kleinwasserkraft findet vom 30. September bis 1. Oktober 2026 in Brixen statt. Die Veranstaltung bietet Fachleuten aus Planung, Betrieb und Industrie eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und praxisnahe Lösungen rund um die Kleinwasserkraft. Neben Fachvorträgen stehen Networking und Exkursionen zu regionalen Anlagen auf dem Programm.

mehr lesen
Lisa Junghans übernimmt Leitung der Berliner Regenwasseragentur
Lisa Junghans übernimmt Leitung der Berliner Regenwasseragentur

Seit dem 15. Juni 2026 leitet Lisa Junghans die Berliner Regenwasseragentur. Die Klimaanpassungsexpertin übernimmt die Führung der überregional beachteten Servicestelle für wasserbewusste Stadtentwicklung in einer Phase, in der das neue Berliner Klimaanpassungsgesetz wichtige Impulse setzt.

mehr lesen
Lithium aus der Tiefe: Mobile Pilotanlage für heimische Rohstoffe
Lithium aus der Tiefe: Mobile Pilotanlage für heimische Rohstoffe

Forschende des Fraunhofer IEG entwickeln im Projekt RoLiXX Verfahren zur Gewinnung von Lithium aus salzhaltigen Tiefenwässern des Norddeutschen Beckens. Eine mobile Pilotanlage soll die Extraktion unter realen Bedingungen testen und flexibel an unterschiedliche Solezusammensetzungen angepasst werden. Ziel ist es, eine wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung heimischer Lithiumressourcen zu ermöglichen.

mehr lesen
Die Wärme liegt im Wasser
Die Wärme liegt im Wasser

Die Technische Hochschule Lübeck untersucht im Forschungsprojekt SCET, ob sich Oberflächengewässer als nachhaltige Wärmequelle für die städtische Energieversorgung nutzen lassen. Mithilfe digitaler Echtzeitmodelle wollen die Forschenden analysieren, wie Wärmepumpen Energie aus Flüssen und Seen gewinnen können, ohne die Gewässerqualität zu beeinträchtigen. Dabei werden Umwelt-, Energie- und Wetterdaten miteinander verknüpft, um die Auswirkungen auf das Gesamtsystem der Stadt zu bewerten. Das Projekt wird mit 3,9 Millionen Euro gefördert.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03