Die Koalitionsverhandlungen sehen aus Sicht des BDEW de facto eine Neuregelung der Abwasserabgabe vor. Damit zielen sie nach Auffassung der Wasserwirtschaft auf eine Erhöhung der Abwassergebühren ab, um so die sogenannte vierte Reinigungsstufe in Deutschland zu finanzieren. Somit drohen laut ersten Berechnungen von Abwasserentsorgern Kostensteigerungen um bis zu 25 Prozent.
"Der jetzige Vorschlag wälzt die Kosten für eine vierte Reinigungsstufe auf die Verbraucherinnen und Verbraucher ab, obwohl sie nicht die Verursacher der Gewässerverunreinigungen sind. Auch eine vierte Reinigungsstufe kann zudem nicht alle Stoffe beseitigen", kritisierte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser.
Der BDEW fordert deshalb einen ergebnisoffenen Dialog darüber, wie in Deutschland eine gewässerschonende Bewirtschaftung ermöglicht werden kann. Dabei sollte auch das Verursacherprinzip eine Leitlinie sein. Hierzu bietet das vom Bundesumweltministerium durchgeführte Dialogforum zu Spurenstoffen grundsätzlich eine gute Basis.
Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze
Große Solarparks könnten in trockenen Regionen künftig nicht nur Strom erzeugen, sondern auch das lokale Klima beeinflussen. Forschende der Universität Hohenheim untersuchen, ob sich durch riesige Solaranlagen und künstlich angelegte Dünen mehr Niederschlag in Wüstengebieten erzeugen lässt. Hintergrund ist, dass dunkle Flächen Sonnenwärme aufnehmen und dadurch Luftströmungen verändern können. Langfristig könnte dieser Ansatz helfen, extrem trockene Regionen teilweise wieder fruchtbarer zu machen.










