gwf Wasser | Abwasser gwf Wasser/Abwasser 12/2025

Der Klimawandel verändert den urbanen Wasserkreislauf spürbar. Höhere Temperaturen verstärken Verdunstung und führen zu häufigeren Starkregenereignissen, die Städte durch versiegelte Flächen besonders treffen. Kanalisationen geraten an ihre Grenzen, Überflutungen nehmen zu. Gleichzeitig verlängern Hitzewellen Trockenphasen, wodurch Grünflächen und Trinkwassersysteme stärker belastet werden. Schwammstadt-Konzepte, mehr Entsiegelung und angepasste Infrastruktur werden nötig, um Städte resilient gegen die neuen Wasserrisiken zu machen. Zusätzlich helfen begrünte Dächer, Regen zurückzuhalten, und offene Wasserflächen kühlen das Stadtklima spürbar ab.
Die Ausgabe erscheint am 18.12.2025!
Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft
Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen „gwf Wasser ǀ Abwasser“ kostenlos und unverbindlich zur Probe!
Unsere Top-Themen

Die Stadt der Zukunft muss wasserbewusst sein – resilient, lebenswert und sozial. Doch wie gelingt der Umbau unserer Städte zu klimaangepassten, „schwammfähigen“ Räumen? Welche politischen und gesellschaftlichen Hebel sind nötig? Und warum braucht es eine Allianz, um diese Idee voranzutreiben? Darüber spricht Dr. Friedrich Hetzel, Leiter der Fachabteilung Wasser- und Abfallwirtschaft bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA). Unter seiner Federführung wurde die „Allianz Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ ins Leben gerufen, in der mittlerweile mehr als 20 Verbände aus Bauwesen, Architektur, Umwelt und Ingenieurwesen gemeinsam daran arbeiten, Städte fit für den Klimawandel zu machen.
Fachbericht (Peer-Review): Nicht relevante Metabolite von Pflanzenschutzmitteln
Autor: Frieder Haakh
Ein bisher nicht beachtetes Risiko beim Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln besteht darin, dass das Risiko einer in der Zukunft möglichen Umstufung von vermeintlich nicht relevanten Metaboliten in relevante nicht betrachtet wird und infolgedessen für nicht relevante Metaboliten Konzentrationen akzeptiert werden, die bei einer späteren Umstufung zu Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser und im Trinkwasser führen können. Ein besonderes Problem stellt dies in Wasserschutzgebieten dar, da dann meist nur die teure Aufbereitung oder die Aufgabe der Ressource die Konsequenz ist. Grundsätzlich kann dieses Risiko nur dadurch beherrscht werden, dass dem Vorsorgeprinzip folgend Wirkstoffe, deren Metabolite im Rohwasser in Konzentrationen größer als 0,1 µg/L auftreten können, nicht in Wasserschutzgebieten angewendet werden dürfen. Dies setzt voraus, dass die damit verbundene zulässige Höchstkonzentration der Metaboliten im Sickerwasser als Maßstab für die Zulassung definiert wird. Der Beitrag stellt hierzu ein geeignetes Verfahren auf der Basis eines probabilistischen Berechnungsansatzes vor.
Fachbericht: Sturzflutmanagement in ariden und datenarmen Ländern
Autor:innen: Katja Brinkmann, Markus Rauchecker, Martina Winker, Dörte Ziegler, Clara Hohmann
In vielen wasserarmen Ländern im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) haben Starkregenereignisse zu Sturzfluten geführt, die enorme Schäden verursacht haben. Der zunehmende Einfluss des Klimawandels verstärkt die Verwundbarkeit der Region. Eine der zentralen Aufgaben der Klimaanpassung besteht daher darin, die Schäden durch Sturzfluten zu minimieren und die Vorteile intensiver Regenfälle durch verbesserte Regenwasserrückhaltung zu maximieren. Forschungsergebnisse aus Jordanien verdeutlichen die Notwendigkeit integrierter, partizipativer Planungsansätze und Risikobewertungen, um die Resilienz gegenüber Starkregen und Sturzfluten zu verbessern. Kartierungs- und Modellierungsmethoden können Überflutungsgebiete durch Sturzfluten und somit die Betroffenheit durch Klimawandelfolgen auch dann sichtbar machen, wenn nur begrenzt Daten verfügbar sind, etwa in Jordanien. Bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Verringerung der Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel sollte eine breite Palette an Optionen berücksichtigt werden, einschließlich naturbasierter Lösungen.
Sie suchen einen Fachbeitrag einer alten Ausgabe?
Alle Fachbeiträge gibt es außerdem in unserem Shop zum Download.
Fachberichte
Fachbericht (Peer-Review): Nicht relevante Metabolite von Pflanzenschutzmitteln
Autor: Frieder Haakh
Ein bisher nicht beachtetes Risiko beim Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln besteht darin, dass das Risiko einer in der Zukunft möglichen Umstufung von vermeintlich nicht relevanten Metaboliten in relevante nicht betrachtet wird und infolgedessen für nicht relevante Metaboliten Konzentrationen akzeptiert werden, die bei einer späteren Umstufung zu Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser und im Trinkwasser führen können. Ein besonderes Problem stellt dies in Wasserschutzgebieten dar, da dann meist nur die teure Aufbereitung oder die Aufgabe der Ressource die Konsequenz ist. Grundsätzlich kann dieses Risiko nur dadurch beherrscht werden, dass dem Vorsorgeprinzip folgend Wirkstoffe, deren Metabolite im Rohwasser in Konzentrationen größer als 0,1 µg/L auftreten können, nicht in Wasserschutzgebieten angewendet werden dürfen. Dies setzt voraus, dass die damit verbundene zulässige Höchstkonzentration der Metaboliten im Sickerwasser als Maßstab für die Zulassung definiert wird. Der Beitrag stellt hierzu ein geeignetes Verfahren auf der Basis eines probabilistischen Berechnungsansatzes vor.
