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gwf Wasser | Abwasser gwf Wasser/Abwasser 07/08 2026

Fernab der Städte garantieren Trinkwassertalsperren Tag für Tag, dass hochwertiges Wasser aus unseren Hähnen fließt. Doch der Klimawandel verändert ihre Rolle: Längere Trockenzeiten, veränderte Niederschlagsmuster und steigende Wassertemperaturen stellen vorhandene Trinkwasserressourcen und die Wasseraufbereitung jetzt vor neue Herausforderungen. Mehr dazu in unserer aktuellen Ausgabe.

Die Ausgabe erscheint am 20.08.2026

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Unsere Top-Themen

Interview mit Hartmut Willmitzer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V. (ATT)

Extremwetter, steigende Temperaturen und veränderte Einzugsgebiete stellen die Trinkwasserversorgung vor immer neue Herausforderungen. Welche Konsequenzen das heute für den Betrieb von Trinkwassertalsperren hat, warum starre Bewirtschaftungspläne an ihre Grenzen stoßen und weshalb der Schutz von Einzugsgebieten und insbesondere Wäldern wichtiger wird als je zuvor, erläutert Hartmut Willmitzer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V. (ATT), im Interview.

Fokus-Themen:

Trinkwasserbehälter

  • Planung, Bau, Betrieb, Instandhaltung, Sanierung
  • Technische Ausrüstung
  • Beschichtungssysteme
  • Reinigung und Wartung
  • Hygiene, Desinfektion

Trinkwasseraufbereitung /-versorgung und Hygiene

  • Verfahrenstechniken zur Trinkwassergewinnung und -aufbereitung
  • Filtration
  • Trinkwasserdesinfektion
  • Legionellen und andere Keime in Trinkwassersystemen
  • Analytik und Monitoring bei der Trinkwasseraufbereitung
  • Meerwasserentsalzung
  • Versorgungssicherheit
  • Pumpen in der Trinkwasseraufbereitung

 

u.v.m.

Fachberichte

 

Fachbericht: Planung der Sanierung von schadstoffbelasteten Behältern

Autoren: Stefan Schmalfuß, Nadine Staben

Die Sanierung von Trinkwasserbehältern besteht nicht nur daraus, ein geeignetes Beschichtungsmaterial zu bestimmen und die Untergrundvorbehandlung festzulegen. In vielen Fällen wird häufig bereits bei der Erstbesichtigung innen eine farbige Beschichtung oder außen eine schwarze Abdichtung festgestellt. Dies kann auf eine mögliche Schadstoffbelastung hinweisen. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme mit der Sichtung der alten Dokumente ist genauso wichtig wie die Abstimmung der richtigen betontechnologischen Untersuchung mit der Erkundung von Schadstoffen. In den folgenden Kapiteln werden die gängigsten Schadstoffe betrachtet und das Vorkommen in und an Trinkwasserbehältern praxisnah erläutert.


Fachbericht: Kartellrechtliche Kontrolle von Trinkwasserpreisen

Autor: Armin Kojic

In jüngerer Vergangenheit sind die Preise in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar gestiegen. Die Preise für leitungsgebundenes Trinkwasser sind zwar in den Medien nicht so präsent wie etwa die Preise für Benzin und Diesel. Doch sind auch sie in den vergangenen Jahren – zum Teil deutlich – gestiegen. Die zuständigen Kartellbehörden beobachten die Entwicklung der Trinkwasserpreise von privatwirtschaftlichen Wasserversorgern regelmäßig. Zeigen sich Auffälligkeiten bei den Preisen oder Erlösen, leiten die Kartellbehörden ein Missbrauchsverfahren ein. Bei einem Verstoß kann die Behörde eine sogenannte Abstellungs- bzw. Preissenkungsverfügung erlassen und in manchen Fällen auch die Rückerstattung überhöhter Entgelte verlangen. Dieser Beitrag liefert zuerst einen Überblick über die Rechtsgrundlagen der kartellrechtlichen Kontrolle von Trinkwasserpreisen. Anschließend stellt er die Schritte eines typischen Preismissbrauchsverfahrens dar und gibt Wasserversorgern praktische Hinweise, wie sie sich während eines solchen Verfahrens verhalten sollten.


 

Fachbericht: Erhaltung von Wegen zu Quellfassungen und Brunnen im naturnahen Umfeld

Autor: Christoph Treskatis

Die Erreichbarkeit von Brunnen und Quellfassungen im naturnahen Umfeld gewinnt vor dem Hintergrund des Klimawandels, zunehmender Extremwetterereignisse und steigender Sicherheitsanforderungen an kritische Infrastrukturen wie der an Bedeutung. Historische Zuwegungen zu Trinkwasserfassungen wurden mit dem Ausbau zentraler Wasserversorgungssysteme vielerorts aufgegeben und nur unzureichend instand gehalten. Gleichzeitig führen Starkregen, Erosion, Rutschungen und Windwurf zunehmend zu Einschränkungen der Zugänglichkeit. Für Wasserversorgungsunternehmen ist jedoch eine jederzeit gewährleistete Erreichbarkeit der Anlagen unerlässlich, um Kontroll-, Wartungs- und Sanierungsarbeiten durchführen sowie den physischen Schutz der Anlagen sicherstellen zu können. Der Beitrag beschreibt die technischen, rechtlichen und naturräumlichen Rahmenbedingungen für die Erhaltung und Sanierung von Zuwegungen und stellt praxisorientierte Hinweise für deren Prüfung, Instandhaltung und nachhaltige Gestaltung im naturnahen Umfeld vor.


Fachbericht: Methoden zur Potenzialberechnung oberflächennaher Geothermie

Autoren: Fabian Neth, Sebastian Braun, Daniel Buchmiller, Roland Koenigsdorff, Thorsten Agemar, Inga Moeck

Diese Arbeit empfiehlt ein allgemeines Vorgehen, mit welchem thermische Potenziale der oberflächennahen Geothermie abgeschätzt werden können. In erster Linie handelt es sich hierbei um Potenziale, die mit Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Erdwärmebrunnen gehoben werden. Grundsätzlich wird das Vorgehen in drei Hauptschritte unterteilt: Eine räumliche Analyse von Daten aus Geoinformationssystemen bildet den ersten Schritt und dient der Ermittlung von Freiflächen, in welchen die genannten geothermischen Wärmeübertrager theoretisch installiert werden können. Innerhalb dieser Freiflächen wird im zweiten Schritt in Abhängigkeit von der Art des Wärmeübertragers deren genaue Lage und Größe bestimmt. Im letzten Schritt erfolgt die Potenzialberechnung unter Verwendung von (semi-)analytischen Modellen, welche sich aufgrund ihrer Berechnungsgeschwindigkeit für größere Betrachtungsgebiete gut eignen. Das Vorgehen wird an einem konkreten Beispiel für Erdwärmesonden demonstriert. Dabei werden sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Ansatzes kritisch diskutiert. Aufgrund der Verwendung des analytischen Modells ist eine effiziente Berechnung des deutschlandweiten Potenzials möglich, was anhand einer Darstellung mit vereinfachter Datengrundlage aufgezeigt wird.

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