gwf Wasser | Abwasser gwf Wasser/Abwasser 11/2025

Smarte Sensorik, KI-gestützte Leckageerkennung, automatisierte Prozesssteuerung: Die Digitalisierung verändert die Wasserwirtschaft. Intelligente Systeme ermöglichen vorausschauende Instandhaltung, optimieren den Energieeinsatz und sichern die Versorgung auch unter Extrembedingungen. Je stärker die Branche vernetzt ist, desto wichtiger wird auch der Schutz vor digitalen Bedrohungen. Cybersecurity, Resilienz und Datenkompetenz sind daher ebenso zentrale Zukunftsthemen wie der gezielte Einsatz von KI. Diese Ausgabe zeigt, wie digitale Technologien die Wasserwirtschaft nachhaltiger, sicherer und widerstandsfähiger machen – von der Quelle bis zum Verbraucher.
Die Ausgabe erscheint am 20.11.2025!
Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft
Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen „gwf Wasser ǀ Abwasser“ kostenlos und unverbindlich zur Probe!
Unsere Top-Themen

Die Wasserversorgung zählt zu den sensibelsten Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge – und sie gerät zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Wie können Wasserversorger sich schützen? Welche Rolle spielen dabei neue Technologien wiekünstliche Intelligenz? Und warum brauchen auch kleine Betriebe dringend professionelle Unterstützung? Ronald Derler, seit 2023 Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Digitale Wasserwirtschaft (KDW), hat den Auftrag, Antworten auf diese Fragen zu liefern. Unter seiner Führung wurde das KDW von einer reinen Austauschplattform zu einem spezialisierten Dienstleister weiterentwickelt, der heute Schulungen, 24/7-Sicherheitsüberwachung und Incident Response speziell für die Wasserwirtschaft anbietet. Im Gespräch erklärt er, wie das KDW arbeitet, warum Datensouveränität für ihn oberste Priorität hat – und weshalb Cybersicherheit für die gesamte Branche längst zur Überlebensfrage geworden ist.
Interview zum Fokusbeitrag: Das KRITIS Dachgesetz: Schutz kritischer Infrastruktur

Markus Weidenauer, Geschäftsführer der SecCon Group GmbH mit Sitz in Unterschleißheim, ist seit fast 30 Jahren in der Sicherheitsbranche tätig. Das auf KRITIS-Schutzkonzepte spezialisierte Unternehmen ist Mitglied im Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen (BSKI).
Fokusbeiträge
- Schutz kritischer Infrastrukturen: KRITIS-Dachgesetz
- Cyber-physische Sicherheit in der Prozessindustrie
- Videoprüfung von Wassertransportleitungen
- Smarte Netze, intelligente Kanäle
- Messsicherheit mit digitalen Methoden
- Biomasse-Stress-Index für das digitale aktive Monitoring der biologischen Abwasserreinigung
- Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Wasserwirtschaft
- Michaela Rohrbach, Jörg Bödecker, Tim Fuhrmann, Paula Klöcker, Philipp Lau, Martin Zimmermann
- Kanalmonitoring mit KI – vom Potenzial zur Umsetzung:
Sie suchen einen Fachbeitrag einer alten Ausgabe?
Alle Fachbeiträge gibt es außerdem in unserem Shop zum Download.
Fachberichte
Kanalmonitoring mit KI –vom Potenzial zur Umsetzung
Untersuchung von Anwendungs- und Übertragungspotenzialen von innovativen
Monitoring-Ansätzen mit maschinellem Lernen in der Abwasserentsorgung
Abwasserdaten können mithilfe von Online-Sensoren im Kanal erfasst und durch KI-Modelle analysiert werden, etwa zur Überwachung von Einleitern oder zur Erkennung von Problemen durch H₂S im Kanal. In Workshops mit potenziellen Anwendern wurden die Potenziale des KI-basierten Kanalmonitorings sowie die Rahmenbedingungen für eine praktische Umsetzung diskutiert. Dabei zeigte sich, dass neben klassischen Überwachungsaufgaben insbesondere auch ein großer Bedarf an Prognosen besteht, die aus den Messdaten abgeleitet werden können – auch zur Unterstützung des Kläranlagenbetriebs. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die beteiligten Akteure – Landesbehörden sowie Betreiber kommunaler und industrieller Kläranlagen – unterschiedliche Interessen und Anforderungen verfolgen, es aber auch Interesse an neuen Kooperationen gibt. Maßnahmen der Standardisierung und die Bereitschaft zu verbessertem Datenaustausch sind notwendig, um KI-Modelle in eine sichere und ressourceneffiziente Anwendung zu bringen.
Von der Datenerfassung zur Optimierung
Eine Digitalisierungsplattform für die KI-gestützte energieeffiziente Trinkwasserversorgung
Im BMWK-geförderten Forschungsprojekt IMProvT II (Intelligente Messverfahren zur Prozessoptimierung von Trinkwasserbereitstellung und -verteilung) wird eine zentrale Digitalisierungsplattform für die Wasserwirtschaft entwickelt. Diese ermöglicht eine vollständige Erfassung mehrdimensionaler Prozessdaten, deren Qualitätsprüfung und Zusammenführung. Die übergeordnete Systemlösung ermöglicht die zielgerichtete Nutzung KI-basierter Analysen, um eine energie- und ressourceneffiziente Steuerung von Wasseraufbereitung und -verteilung zu erzielen. Die entwickelten Analyse- und Visualisierungsbausteine sowie die Digitalisierungsplattform sind wiederverwendbar und auf andere Anwendungsfelder übertragbar
