gwf Wasser | Abwasser 09 2025

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Eine zuverlässige wasserwirtschaftliche Infrastruktur – von Kanälen über Leitungsnetze bis hin zu modernen Wasserwerken – bildet das Rückgrat unserer Versorgung. Sie stellt sicher, dass Abwasser sicher abgeleitet und gereinigt wird sowie hygienisch sicheres Trinkwasser zu den Verbrauchern gelangt. Um diese Qualität zu erreichen, braucht es leistungsfähige Membran- und Filtrationstechnik. In der kommunalen Abwasserreinigung, in der Trinkwasseraufbereitung, in der Industrie oder auch in kleineren, dezentralen Anlagen kommen Membranen und Filter zum Einastz, die selbst feinste Verunreinigungen entfernen und so Gesundheit und Umwelt schützen.
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Unsere Top-Themen
Henriette erfolgreich geborgen
Mit der spektakulären Bergung der Tunnelbohrmaschine „Henriette“ aus dem Zielschacht in Köln-Niehl haben die StEB Köln einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die erste von zwei Röhren des neuen Rheindükers ist erfolgreich unter dem Rhein vorgetrieben. Auf 940 m Länge arbeitete sich die 131 t schwere Maschine innerhalb von acht Wochen vom Startschacht in Köln-Stammheim bis ans Niehler Ufer. Die Bergung selbst war eine technische Meisterleistung: Erst nach Abdichtung durch Industrietaucher konnte die zuvor geflutete Grube gelenzt und die Maschine mithilfe eines Schwerlastkrans gehoben werden. Der neue Rheindüker gilt als eines der zentralen Infrastrukturprojekte Kölns. Er verbindet das städtische Kanalnetz mit dem Großklärwerk Stammheim, das über 80 % des Kölner Abwassers reinigt. Da die bisherigen Leitungen aus dem Jahr 1928 den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden, investieren die StEB Köln rund 110 Mio. € in den Neubau, der bis 2028 fertiggestellt sein soll. Nach der abgeschlossenen ersten Röhre (DN 3200) folgt ab Herbst 2025 der Vortrieb der zweiten Tunnelröhre mit der kleineren Maschine „Janine“.
Kombinationsverfahren zur weitergehenden Abwasserreinigung
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Qualität der Abwasserreinigung wurde ab 2016 ein Kombinationsverfahren aus Ultrafiltration (UF), Adsorption mittels Pulveraktivkohle (PAK) sowie Fällmittelzugabe entwickelt. Über die Jahre der Entwicklung wurde das Verfahren mit unterschiedlichen Pilotanlagen- und Membranmodulgrößen an verschiedenen Standorten betrieben und schlussendlich auf dem Hauptklärwerk Wiesbaden im Rahmen eines DBU-Forschungsprojektes unter Einsatz eines Serienmembranmoduls großtechnisch verifiziert. Dieser Beitrag stellt den Entwicklungsprozess, die großtechnische Validierung und die neusten Ergebnisse aus dem Betrieb des PAK/UF-Verfahrens dar.
Industrielles Abwasser als alternative Quelle für die Wasserstoffproduktion
Die Produktion von grünem Wasserstoff gilt als Schlüsselfaktor der Energiewende – doch sie verschärft den globalen Wettbewerb um sauberes Wasser. Bis 2050 könnte allein der Wasserbedarf für die Elektrolyse den Trinkwasserverbrauch von einer Milliarde Menschen erreichen. Um drohende Nutzungskonflikte zu vermeiden, rücken alternative Wasserquellen in den Fokus. Der vorliegende Beitrag zeigt, wie industrielles Abwasser durch innovative Aufbereitungstechnologien nicht nur als nachhaltige Ressource erschlossen werden kann, sondern zugleich ökonomische und ökologische Vorteile bietet. Fallstudien aus Bergbau, Lebensmittel- und Verarbeitungsindustrie verdeutlichen das Potenzial: Von modularen Membranverfahren über biologische Vorstufen bis hin zu energieeffizienten Recyclingkonzepten – die Wiederverwendung industrieller Abwässer eröffnet neue Perspektiven für eine sichere, ressourcenschonende Wasserstoffproduktion.
Fachberichte
Eine Risiko-basierte Strategie zur Kanalinstandhaltung
Beschreibung des Ansatzes und der zugrunde liegenden Datenbasis
Entwässerungssysteme erfüllen gesellschaftlich und ökologisch grundlegende Aufgaben, weisen in Deutschland jedoch hohe Schadensquoten auf. Damit die knappen Finanzmittel zielgerichteter als anhand der bestehenden Strategieansätze zur Instandhaltung eingesetzt werden, soll ein Risiko-basierter Ansatz erarbeitet werden. Dessen an DIN ISO 31000 angelehnte Methodik und die zugrunde liegende Datenbasis werden mit Zielrichtung auf Repräsentativität und auf die Analyse des Kanalschadenseintritts dargestellt. Der Risiko-basierte Ansatz erweist sich zur effizienten Instandhaltungspriorisierung als vielversprechend.
