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gwf Wasser | Abwasser 07/08 2025

Werfen Sie einen exklusiven Blick in die aktuelle Ausgabe!

Hygiene im Trinkwasserbereich ist kein statischer Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess – technisch, organisatorisch und regulatorisch. In Zeiten wachsender Anforderungen durch Klimawandel, neue Erreger und alternde Infrastrukturen rücken Prävention und Überwachung mehr denn je in den Fokus. In dieser Ausgabe beleuchten wir aktuelle Entwicklungen in der Trinkwasserhygiene: von Legionellenmanagement über mikrobiologische Monitoring-Strategien bis hin zur hygienischen Speicherung und Versorgung. Experten berichten aus Praxis und Forschung – für ein sicheres Trinkwasser heute und morgen.

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Unsere Top-Themen

Interview

… mit Alexander Freygang

Für einen Wasserversorger ist es eine Pflichtaufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge, alle Menschen im Versorgungsgebiet mit Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität zu beliefern. Ändern sich die Rahmenbedingungen, beispielsweise durch den Klimawandel, die demografische Entwicklung oder durch aktuelle Wasserverunreinigungen bzw. strengere Grenzwerte, muss der Versorger darauf reagieren. Veraltete Infrastrukturkomponenten oder steigende Energiepreise stellen weitere Herausforderungen dar. Wie der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Mühlbach sich mit Hilfe von Wasserbedarfsprognosen und Vernetzung der Versorgungsbereiche fit für die Zukunft macht, erläutert uns Alexander Freygang, der Geschäftsführer des Versorgungsunternehmens.

Schwermetallanalytik häuslicher Trinkwasserproben gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern

Im Citizen Science Projekt CS:iDrop® untersuchten Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler ihr eigenes Trinkwasser mit Labormethoden auf den Schwermetallparameter Kupfer. Im Projekt wurde unter anderem die Frage bearbeitet, inwiefern die von den Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftlern erhobenen Analysendaten mit Daten externer Laboranalysen vergleichbar sind. Es zeigte sich, dass beide Datensätze stark miteinander korreliert sind und eine wissenschaftliche Nachnutzung der bürgerwissenschaftlichen Daten möglich ist. Ferner wurde untersucht, welchen Einfluss beispielsweise das Leitungsmaterial auf die Kupferkonzentration im Leitungswasser hat.


Chemikalienfreie Trinkwasserproduktion aus Oberflächenwasser

Die globale Wasserknappheit und die Verschmutzung von Grund- und Oberflächenwasser erhöhen den Druck auf die Trinkwasserversorgung. Vitens, der größte Trinkwasserversorger der Niederlande, untersucht daher die Nutzung neuer Oberflächenwasserquellen. Gemeinsam mit NX Filtration wurde ein chemikalienfreies Verfahren entwickelt, das auf Hohlfaser-Nanofiltrationsmembranen (HFNF) basiert. Im Beitrag werden die Ergebnisse aus der dazu durchgeführten Studie beschrieben und das Verfahren dargestellt, das strenge EU-Trinkwasserstandards bei minimalem CO₂-Fußabdruck und niedrigen Betriebskosten erfüllt.


Trinkbrunnen im Stadtraum – Schlüsselfaktoren für sicheren Betrieb

Trinkwasser ist lebenswichtig und soll laut EU-Trinkwasserrichtlinie (2020/2184) öffentlich leicht zugänglich sein. Die Bundesregierung fordert daher Städte und Kommunen auf, Trinkbrunnen im öffentlichen Raum zu errichten, um insbesondere im Zuge des Klimawandels gesundheitliche Risiken wie Überhitzung zu mindern. Öffentliche Trinkbrunnen fördern nicht nur die Gesundheit und soziale Gerechtigkeit, sondern sind auch umweltfreundlich, da sie Einwegplastikflaschen ersetzen. Sie tragen zur Attraktivität und Lebensqualität im urbanen Raum bei. Verantwortlich für Planung, Bau, Betrieb und Wartung sind meist Kommunen in Zusammenarbeit mit Wasserversorgern. Die Finanzierung kann über öffentliche Fördermittel erfolgen. Bei der Umsetzung müssen rechtliche Vorgaben und technische Standards beachtet werden. Hygiene, Standortwahl und bauliche Gestaltung sind zentrale Faktoren für sichere Nutzung und Akzeptanz. Regelmäßige Wartung, Reinigung und Kontrolle durch Gesundheitsämter sind unerlässlich. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit erhöht die Bekanntheit und Nutzung. Gute Praxisbeispiele zeigen, wie innovative Konzepte – z. B. Kombination mit Solartechnik oder WLAN – Trinkbrunnen zu einem multifunktionalen Element städtischer Infrastruktur machen.

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Alle Fachbeiträge gibt es außerdem in unserem Shop zum Download.

Fachberichte

Ermöglicht Ultrafiltration in Trinkwarmwasserinstallationen Temperaturabsenkung ohne hygienisches Risiko?

In diesem Fachbericht wird aufgezeigt, ob eine Temperaturabsenkung des Trinkwarmwassers in Neubauten bei Einsatz von Ultrafiltration in der Zirkulation, optimiertem thermohydraulischem Abgleich und automatisierten peripheren Spülungen ohne zusätzliches trinkwasserhygienisches Risiko möglich ist. Die Autoren zeigen, dass mit dem überprüften System auch im 47/45°C-Temperaturregime eine trinkwasserhygienisch relevante Vermehrung von Legionella spp. verhindert werden kann. Hinter der Ultrafiltration wurde, vermutlich infolge einer Biom-Veränderung, ausschließlich L. non-pneumophila nachgewiesen. Dies ist bei der Bewertung zu berücksichtigen.


PFAS-Verschmutzung der Umwelt – Dimension und mögliche Lösungen

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stellen aufgrund ihrer globalen Verbreitung, extremen Persistenz und gesundheitsschädigenden Eigenschaften eine ernsthafte Bedrohung für Mensch und Umwelt dar. Sie sind inzwischen weltweit in Luft, Wasser, Böden sowie in der Nahrungskette und im menschlichen Körper nachweisbar. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für die Summe von vier besonders relevanten PFAS-Verbindungen (PFOA, PFNA, PFHxS, PFOS) eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge von 4,4  ng/kg Körpergewicht festgelegt. Daten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigen jedoch, dass die tatsächliche Aufnahme in Deutschland durch Lebensmittel diese Grenze bereits deutlich überschreitet. Es besteht dringender Handlungsbedarf zur Reduzierung des PFAS-Eintrags in die Umwelt. Der auf EU-Ebene diskutierte Beschränkungsvorschlag ist grundsätzlich sinnvoll, erfordert jedoch differenzierte Übergangsregelungen für Schlüsseltechnologien. Die globale Dimension der PFAS-Problematik macht eine international koordinierte politische Strategie erforderlich – vergleichbar mit dem erfolgreichen Ausstieg aus der FCKW-Produktion zum Schutz der Ozonschicht

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